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Huth-Transfer geplatzt

13. Jul 2006 10:55, ergänzt 12:50

Robert Huth (r.)
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Foto: dpa
Die fußballerische Zukunft von Robert Huth ist wieder offen. Seine bei der WM erlittene Verletzung hat für den Nationalverteidiger schwere Folgen.
Erst verdarb ihm der schmerzende Knöchel die WM, jetzt ist wegen der offenbar schwerer wiegenden Verletzung auch noch sein neuer Vertrag geplatzt. Fußball-Nationalspieler Robert Huth hat einen Medizincheck beim FC Middlesbrough nicht bestanden und blickt nach dem gescheiterten Wechsel zum englischen Erstligisten in eine ungewisse Zukunft. Nach Berichten mehrerer britischer Zeitungen vom Donnerstag bekam der 21-Jährige nach einem zweitägigen Test im Nordosten Englands von den Ärzten die «Rote Karte» gezeigt. Die Mediziner befürchten, dass die Probleme mit dem geschädigten Knöchel auf Dauer nicht behoben werden könnten.

Rückkehr zu Chelsea fraglich

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  • Huth hatte sich während der WM mit Middlesbrough auf einen Kontrakt geeinigt. Der Uefa-Pokalfinalist war angeblich bereit, dem bisherigen Arbeitgeber FC Chelsea etwa 7,5 Millionen Euro zu zahlen. Ob der deutsche Verteidiger nun zum englischen Meister nach London zurückkehren kann, wo er ursprünglich noch einen Vertrag bis 2008 hatte, war nach der niederschmetternde Diagnose zunächst unklar.

    Die Malaise hatte für Huth bereits im WM-Trainingslager in der Schweiz begonnen, wo er sich am Sprunggelenk verletzte. Im Wettkampf um die Stammplätze in der Innenverteidigung musste er Per Mertesacker und Christoph Metzelder den Vortritt lassen. Nur als der Dortmunder im letzten Gruppenspiel gegen Ecuador angeschlagen und zudem von einer Gelb-Sperre bedroht war, schlug Huths einzige WM-Stunde. In seiner Heimatstadt Berlin zeigte er beim 3:0-Sieg - begleitet von den kultigen Huuuuuth-Rufen der Fans - eine gute Leistung.

    Interesse englischer Klubs ungewiss

    Auch im Spiel um Platz drei am vergangenen Samstag in Stuttgart gegen Portugal hatte ihn Bundestrainer Jürgen Klinsmann für einen Einsatz diesmal anstelle des verletzten Mertesacker vorgesehen, doch das Aus kam schon beim Aufwärmen. Huth knickte erneut um und musste passen. Jetzt erwies sich die Verletzung als fatal. In England sollen zuvor noch die Erstligisten FC Everton, Wigan Athletic und Newcastle United Interesse an einer Verpflichtung des Verteidigers gehabt haben. Ob diese Klubs sich nun nochmals melden, ist aber ungewiss.

    Im Alter von 16 Jahren war Huth vom 1. FC Union Berlin zunächst ins Jugendinternat des FC Chelsea gewechselt. Im Londoner Star- Ensemble hatte er sich keinen Stammplatz erkämpfen können, jedoch lange mit einem Transfer zu einem anderen Verein gezögert. Auch ohne große Spielpraxis hielt Ex-Bundestrainer Jürgen Klinsmann aber an dem England-Legionär fest, der bei dessen Trainer-Debüt im August 2004 in Österreich (3:1) sein erstes von bislang 17 Länderspielen (2 Tore) absolviert hat. (nz)



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