Blatter erwägt Aberkennung der Zidane-Ehrung
12. Jul 2006 16:00
 |  Zinedine Zidane, Birgit Prinz und Joseph Blatter bei der Ehrung zum "Weltfußballer des Jahres 2003". | | Foto: dpa |
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Sein Ausraster im WM-Finale kostet Zinedine Zidane womöglich die Auszeichnung zum wertvollsten Spieler der WM. Die «ethischen Grundsätze des Sports» stehen für Fifa-Präsident Joseph Blatter auf dem Spiel.
Frankreichs Fußball-Star Zinédine Zidane könnte die Auszeichnung zum besten Spieler der Weltmeisterschaft laut Fifa- Präsident Joseph Blatter wieder aberkannt werden. «Der Gewinner ist noch nicht von der Fifa bestimmt, sondern von einer Journalisten- Wahl. Die Fifa-Exekutive hat das Recht und die Pflicht einzugreifen, wenn gegen die ethischen Grundsätze des Sports verstoßen wird», sagte der Chef des Weltverbandes der italienischen Zeitung «La Repubblica».
Stimmenabgabe vor dem Schlusspfiff
Zidane hatte im WM-Finale am Sonntag in Berlin nach einem Kopfstoß gegen den Italiener Marco Materazzi die Rote Karte gesehen. Einen Tag später wurde er zum Sieger der unter Journalisten ausgetragenen Wahl zum besten Spieler der WM 2006 erklärt. Allerdings waren die meisten Stimmen schon vor dem Endspiel abgegeben worden. Die Wahlurnen schlossen nur 80 Minuten nach dem Schlusspfiff in Berlin. (nz)