Domenech bleibt im Amt
11. Jul 2006 13:48, ergänzt 14:19
 |  Raymond Domenech | | Foto: dpa |
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Der französische Fußball-Nationaltrainer Raymond Domenech wird nicht wie viele seiner Kollegen nach der WM den Stuhl räumen. Der frühere Abwehrspieler will mit der Equipe Tricolore noch etwas erreichen.
Raymond Domenech soll Vizeweltmeister Frankreich zur Europameisterschaft 2008 führen. Das Präsidium des Französichen Fußballverbandes FFF entschied am Dienstag in Paris, den Vertrag mit dem lange heftig umstrittenen Nationaltrainer zu verlängern. Die genaue Laufzeit des Kontraktes steht nach Auskunft von FFF-Präsident Jean-Pierre Escalettes allerdings noch nicht fest. Domenech hatte am Sonntag in Berlin mit seiner Mannschaft das WM-Finale gegen Italien im Elfmeterschießen verloren.
Uneinigkeit über Zeitrahmen
Nach dem trotz der Finalniederlage erfolgreichen Abschneiden war in Frankreich eine Vertragsverlängerung mit Domenech erwartet worden. Escalettes hatte bereits in Berlin seine Unterstützung für den Trainer angekündigt. Nach französischen Medienberichten herrschte auf der Präsidiumssitzung offenkundig Uneinigkeit über den Zeitrahmen für das weitere Engagement. Darüber soll auf der nächsten Sitzung des Gremiums voraussichtlich im August entschieden werden.Domenech war wie angekündigt nicht in Paris anwesend. Der Trainer hatte sich nach der Finalniederlage in den Urlaub verabschiedet. Über eine Vertragsverlängerung hatte er sich nach dem Endspiel nicht geäußert und auf die Sitzung in Paris verwiesen, intern aber offenbar seine Bereitschaft für eine weitere Zusammenarbeit signalisiert.
Der frühere Junioren-Nationaltrainer Domenech hatte die «Equipe Tricolore» nach deren EM-Aus 2004 übernommen. Obwohl er in der WM- Qualifikation ungeschlagen blieb, musste er sich in seiner Heimat heftiger Kritik erwehren. Erst mir der Rückkehr der Routiniers Zinédine Zidane und Lilian Thuram schwächte sich der Protest gegen den 52-Jährigen ab. Auch bei der WM wurde er wegen der dürftigen Vorrundenleistung kritisiert. Angeblich standen die Ex-Profis Didier Deschamps und Laurent Blanc schon als Nachfolger bereit. (nz)