• Letztes Update 21:18 - Freitag 03. Juli 2009
  • Netzeitung.de: News & Nachrichten
  • Kostenloses NZ-Archiv:
Linie Teaser
 
 
Internationale Presse: «Deutschland hat gewonnen»10. Jul 2006 14:13
Die Fanmeile in Berlin
Bild vergrößernDie Fanmeile in Berlin
Auch im Ausland freut man sich über eine gelungene WM. Nach wie vor herrscht Verwunderung über die deutschen Gastgeber. ITALIEN:

«La Repubblica»:

Ciao ciao Weltmeisterschaft. Jetzt scheint alles unvergesslich. Aber - einmal abgesehen von Italien und Frankreich - was wird uns wirklich von diesen Weltmeisterschaften 2006 in Erinnerung bleiben? Die deutsche Menschenmenge etwa. Ein diszipliniertes Meer von Fans. Sie wirken immer so, als hätten sie eine natürliche Fernbedienung. Die Furcht, die daraus entsteht, ist, in wessen Händen der Kontrollknopf letztlich landet.

«La Gazzetta dello Sport»:

Diese Weltmeisterschaft hat uns viele einfache Dinge gelehrt. Dass der Fußball ein Mannschaftssport ist zum Beispiel und dass elf motivierte Männer mit demselben Ziel und in der richtigen Zusammensetzung mehr wert sind als elf Fußball-Superstars, bei denen jeder nur für sich selbst spielt. (...) Das freudige Endspiel hat noch einmal die Überzeugung gestärkt, dass Deutschland als Nation diese Weltmeisterschaft in punkto Heiterkeit und Organisation gewonnen hat (...).


ARGENTINIEN:

«Clarín»:

Franz Beckenbauer, der Kaiser, war das Gesicht der Weltmeisterschaft. Er reiste unermüdlich kreuz und quer durch Deutschland, nahm an jeder Zeremonie teil und war bei jedem Spiel im Stadion. Die verdiente Anerkennung kam, nachdem die Deutschen den dritten Platz erzielt hatten, und die Zuschauer im Stadion von Stuttgart diesem exzellenten Repräsentanten des Gastgeberlandes lange und verdiente Ovationen darbrachten.


NIEDERLANDE:

«Volkskrant»:

Die Deutschen hatten Recht. Die Welt war zu Gast bei Freunden. Um die Spielfelder herum war die Fußball-WM ein unglaublicher Erfolg, ob es um die Fröhlichkeit und die Farben auf den Straßen geht, die Sicherheit, den allgegenwärtigen Optimismus, die Verbrüderung zwischen Fans oder die Organisationskraft der Deutschen. Nur mit dem Fußball musste man sich irgendwie behelfen.

«Telegraaf»:

Fußballerisch hat die WM nicht viel gebracht. (...) Den einzigen neuen Maßstab, den die WM in Deutschland setzte, betraf das Erlebnis. Im Gastgeberland wird alles Klinsmann angerechnet, aber auch Beckenbauer und das OK verdienen ein Lob. Sie haben das Turnier als eine Herausforderung aufgefasst, um mit allen Fans aus aller Welt ein Fußballfest zu feiern. Die von Hooligans freien Feste in allen Städten mit Fans aus aller Welt waren immer ein Höhepunkt.


SCHWEIZ:

«Tages-Anzeiger»:

Was es war: Eine wunderbare Sommerparty mit vielen schönen Erinnerungen, mit starken Bildern und Geschichten, mit großen Gefühlen. Was es nicht war: großer Fußball. Vielleicht hat die WM etwas geweckt, vielleicht entdeckten wir, dass wir gerne ausbrechen würden aus dieser individualisierten Welt, dass wir mehr gemeinsam erleben wollen. Das Wir-Gefühl, das uns manchmal so fremd geworden ist, konnte gelebt werden.

«Neue Zürcher Zeitung»:

Deutschland war der erwartet gute Gastgeber. Die WM hat mehr als nur Fußballbegeisterte während eines Hitzemonats in Handeln und Denken bestimmt - auch oder vor allem dank den zunehmenden Fortschritten der «Klinsmannschaft». Der für die empfindsameren Besucher oft gar kraftmeierische und bierselig laute Pop- oder Party-Patriotismus blieb allermeist natürlich. Das Flagge-Zeigen war mehr belustigend denn übertrieben nationalistisch.

«Basler Zeitung»:

Mag sein, dass der schwarz-rotgoldene Kostümball sich je länger, desto mehr vom eigentlichen Ereignis abkoppelte. Und ein bisschen selbstvergessen deuteten die Deutschen am Ende ihr kleines Finale zum größten Spiel des Turniers um. Wir sehen es ihnen nach, denn sie haben es sich verdient. (nz)

DruckenSocial Bookmark Mister Wong Yigg Google del.icio.us Oneview Webnews

Aus anderen Ressorts:

L.A. fürchtet Chaos bei Jackson-Gedenken
Das Staples Center mit Absperrungen - hier soll am Dienstag dem verstorbenen Michael gedacht werden 
Foto: dpa
Bild vergrößern
Die Pläne für Michael Jacksons Beisetzung und zukünftige Vermarktung werden konkreter. Offenbar soll aus den letzten Proben nun ein Album werden, dazu plant der Tourveranstalter «Mini-Filme» - allein die Aufnahme von «Thriller» sei «3D-Wahnsinn pur».
Bundestag hat Mammut-Pensum abgearbeitet
Blick in den Bundestag Foto: dpa
Bild vergrößern
Der Bundestag hat eine Mammutsitzung hinter sich. Am Donnerstag und Freitag wurde eine ganze Reihe von Gesetze beschlossen. Die Netzeitung gibt einen Überblick, von «Bad Banks» über besseren Datenschutz bis hin zu verständlicheren Gesetzestexten.
  •  
  •  
    zum Seitenanfang
    Geschäftsführer: Dr. Robert Daubner | Chefredakteurin: Domenika Ahlrichs | Impressum | Datenschutz
    NZ Netzeitung GmbH · Karl-Liebknecht-Str. 29 · 10178 Berlin · Tel.: 030 23 27 6840 · Fax: 030 23 27 6874
    Alle Rechte © 2008 NZ Netzeitung GmbH
     
    Vermarktung: DZH Online Media Sales Group GmbH
     
    IT & Security by Procado
     
    [ai:ti]-Quotes&Charts: IT Future AG
    Quellen der Börsendaten: IT Future AG, Standard&Poor's Comstock Inc. und weitere.