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Italien ist Fußball-Weltmeister

09. Jul 2006 18:56, ergänzt 10. Jul 2006 00:16

Italienische Spieler küssen den WM-Pokal
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Foto: dpa
Das WM-Finale zwischen Italien und Frankreich im Berliner Olympiastadion ist erst im Elfmeterschießen entschieden worden. Zinedine Zidane sah in seinem letzten Spiel nach einem Kopfstoß die Rote Karte.
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Italien ist Fußball-Weltmeister. Die Entscheidung im Endspiel gegen Frankreich fiel nach einem 1:1 (1:1, 1:1)-Remis nach Verlängerung erst im Elfmeterschießen. Dort behielten die Italiener im Berliner Olympiastadion mit 5:3 die Oberhand. Als einziger Spieler vergab der Franzose David Trezeguet, der den Ball an die Latte schoss. Fabio Grosso verwandelte den entscheidenden Strafstoß. Für die Italiener ist es nach 1934, 1938 und 1982 der insgesamt vierte Titelgewinn.

Die Franzosen waren in der regulären Spielzeit durch einen von Zinedine Zidane verwandelten Foulelfmeter nach sieben Minuten in Führung gegangen. Der Ball war nach einem Schlenzer von der Querlatte hinter die Linie getropft. Florent Malouda war zuvor im Strafraum von Marco Materazzi gelegt worden. Doch Materazzi machte seinen Fehler umgehend wieder gut und erzielte per Kopf den Ausgleich (19.).

Es war erst das zweite Mal in der WM-Geschichte, dass ein Endspiel im Elfmeterschießen entschieden wird. 1994 in den USA unterlagen die Italiener gegen Brasilien. «So eine große Freude habe ich noch nie gespürt. Das ist das Größte, was ein Sportler erleben kann. wir sind alle überglücklich«, so Italiens Coach Marcello Lippi. Frankreichs Trainer Raymond Domenech versuchte sich derweil als Philosoph: «Wir sind alles andere als glücklich. Wir haben das Spiel nicht verloren, denn ein Elfmeterschießen ist wie ein Unentschieden.»

Barthez erneut unsicher

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  • Die Franzosen bestimmten vor 69.000 Zuschauern die turbulenten Anfangsminuten. Die frühe Führung durch Zidane (7.) brachte aber nicht die erhoffte Sicherheit ins Spiel der Franzosen. Zidane ist mit seinem Treffer (1998 und 2006) das gleiche Kunststück wie Pelé (1958 und '70), Vava (1958 und '62) und Paul Breitner (1974 und '82) gelungen - ein Tor in zwei verschiedenen Endspielen.

    Bei den Italienern lief in der Offensive zunächst nicht viel zusammen. Eine Flanke von Andrea Pirlo konnte Lilian Thuram per Flugkopfball klären (14.). Fünf Minuten später klappte es dann besser. Diesmal war ein Eckball von Pirlo, den Materazzi aus sechs Metern unhaltbar einköpfte. Frankreichs Torhüter Fabien Barthez war auf der Linie stehen geblieben.

    Zidane gehen die Nerven durch

    In der Folge entwickelte sich eine offene Partie, in der beide Seiten konsequent nach vorne spielen. Die besseren Chancen hatten nun die Italiener. Luca Toni traf jedoch nur die Latte (36.). Nach dem Seitenwechsel machen die Franzosen wieder mehr Druck. Doch Henry brachte den Ball zwei Mal nicht aufs Tor (46., 50.). Beim dritten Versuch scheiterte der Stürmer an Gianluca Buffon (63.). Der italienische Schlussmann wurde später als bester Torhüter dieser WM ausgezeichnet. Die nachlassenden Italiener hatten nach der Pause nur noch einen Abseitstreffer von Toni zu verzeichnen (62.).

    Auch in der Verlängerung hatten die Franzosen mehr vom Spiel. Die größte Chance hatte Zidane, dessen Kopfball Buffon aber parieren konnte (104.). Der Star der Franzosen leistete sich aber in der 109. Minute einen Kopfstoß gegen Materazzi und sah die Rote Karte, womit er seinem Team einen Bärendienst erwies. Zidane fehlte auch bei der Siegerehrung.

    Die Entscheidung musste also im Elfmeterschießen fallen. Dort hatten die Italiener das bessere Ende für sich.

    Kurze Schlussfeier

    Vor dem Anpfiff hatte eine kurze Schlussfeier die Zuschauer begeistert. Höhepunkt war der Auftritt von Popstar Shakira. (nz)



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