netzeitung.deInternationale Presse sieht «Wohlfühlsieg»

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.zwischentitel { font: bold 11px verdana, arial, helvetica, sans-serif; display: block; padding: 1px 3px 1px 3px; } Der englische Observer hat erkannt: «Jürgen Klinsmann wird dieses Spiel nie vergessen.» Die internationale Presse beschreibt einen emotionalen Abschied der DFB-Elf.

PORTUGAL:

Record
Die portugiesische Nationalelf hat sich mit einer bitteren Niederlage von der WM verabschiedet. Obwohl Portugal das Spiel dominierte, waren die Deutschen besser im Angriff. Schweinsteiger war der Spieler des Tages.

Público
Auf der Zielgeraden ist Portugal gescheitert. Es hat sich gezeigt, dass die Niederlage gegen Frankreich Spuren hinterlassen hat, zumindest was die Moral der Spieler angeht. Dennoch ist der vierte Platz ein würdiges Ergebnis.

O Jogo
Danke, und das für immer!

SPANIEN:

El País
Deutschland umarmt Schweinsteiger. Nach einer Etappe der Niedergeschlagenheit bestätigt der dritte Platz bei der WM den Auftrieb und den Optimismus der Nationalelf.

Marca
Ein genialer Schweinsteiger hat aller Welt gezeigt, Klinsmann inklusive, dass er die Zukunft des deutschen Fußballs an den Stiefeln hat. Es war seine Art, dem Trainer die Ohren lang zu ziehen, nachdem Klinsmann ihn gegen Italien zunächst geopfert hatte.

BRASILIEN:

Estado de Sao Paulo
Deutsche und Portugiesen haben sich in würdiger Form verabschiedet. Die Hausherren waren effizienter und verließen die Bühne erhobenen Hauptes, obwohl sie das Hauptfest am Sonntag in Berlin verpasst haben. Das Team, das Jürgen Klinsmann fast in letzter Sekunde zusammenstellte, war nicht brillant. Aber es hat der germanischen Tradition Ehre gemacht, wettbewerbsfähige Mannschaften zu präsentieren.

O Globo
Der portugiesische Traum, den dritten Platz der WM 1966 zu wiederholen, hat sich nicht erfüllt. Dafür war der sechsfache Weltmeister Michael Schumacher im Stadion, als sich Deutschland diesen Platz sicherte.

Folha de Sao Paulo
Deutschland beendete den Feldzug in heimischen Stadien mit dem Gefühl der erfüllten Pflicht. Der letzte Sieg der Gastgeber bestätigte den Klimawechsel, den sie im Laufe des Turniers erlebte. Ohne viel Vertrauen gestartet, hat Deutschland die Fans mit Arbeit und voller Hingabe erobert.

ITALIEN:

La Gazzetta dello Sport
Deutschland ist Dritter - und ein großes Fest beginnt. (...) Es ist nicht der Weltmeistertitel, aber immerhin ein dritter Platz, den sich Deutschland verdient erobert hat, nach allem, was die Mannschaft bei dieser WM und auch in diesem Spiel gezeigt hat.

La Repubblica
Deutschland freut sich über den dritten Platz. (...) Das Spiel zählte nur für die Ehre und für den Stolz - und war deshalb viel zu leicht: Es war klar, dass Deutschland gewinnen würde. Das 3:1 beweist, dass die Deutschen voll da sind und immer da sein werden, wie auch vier auf der Tribüne sitzende Männer bewiesen, die sich vier verschiedene Jahreszahlen für eigene WM-Titel auf die nackte Brust geschrieben hatten: 1954, 1974, 1990 - und 2010.

GROSSBRITANNIEN:

The Times
Deutschland verabschiedet sich mit Stil. Mit dem Gewinn der Bronzemedaille hat Deutschland seiner Bevölkerung den größtmöglichen Trost gegeben.

The Sunday Telegraph
Deutschlands letzter Tusch. Das war der Wohlfühlsieg, den die Deutschen nach diesem Turnier, in dem sie alle Erwartungen übertroffen hatten, so dringend gebraucht haben.

The Observer
Es heißt, an das Spiel um den dritten Platz könne sich hinterher nie jemand erinnern. Aber Jürgen Klinsmann wird dieses Spiel nie vergessen, und nicht nur, weil seine Mannschaft zu bester Form gefunden hat.

The Daily Mail
Die Niederlage von Portugal kann als Beweis dafür angesehen werden, dass sich Betrug nicht immer lohnt. Das war wahrscheinlich das erste Mal, dass eine Mehrheit von Engländern dafür war, dass Deutschland ein Fußballspiel gewinnt.

News Of The World
Das Spiel um den dritten Platz war für die Deutschen der emotionale Abschied von einem Turnier, das sie mit so viel Stolz und Leidenschaft ausgerichtet haben - und zugleich der Abschied von Torwart Oliver Kahn.

FRANKREICH:

L'Equipe
Der ideale Abgang. Ein letztes Feuerwerk gegen Portugal, einen besseren Schlussstrich konnte Deutschland nicht unter diese WM setzen.

Le Journal du Dimanche
Deutschland hat seine WM zu Hause perfekt abgeschlossen. Der unglaubliche Monat des Feierns geht auf saubere und edle Weise zu Ende. Letzte Großeinstellung auf den Wald der deutschen Fahnen im Stadionrund.

Le Parisien
Die Deutschen auf dem Podium. Anders als ihre glorreichen Vorgänger von 1966 haben die Portugiesen das diesmal nicht geschafft. Sie überlassen den Deutschen den letzten Erfolg, gefeiert von einem ganzen Volk.

ARGENTINIEN:

Olé
Deutschland hat ein tolles Ende seiner WM hingelegt. Es hat den dritten Platz erkämpft, stellt voraussichtlich mit Klose den Torschützenkönig, und die FIFA hat Podolski zum besten Nachwuchsspieler gewählt. Das sind alles Gründe zum Feiern, und so hat es das Publikum auch gesehen: Bei jeder Aktion von Oliver Kahn gab es großen Applaus, und der Sieg wurde fröhlich gefeiert.

Clarín
Deutschland hat mit dem Erfolg über Portugal das Siegerpodest erklommen.

La Nación
Deutschland hat ein großartiges WM-Turnier hingelegt. Aufrecht hat es sich von der WM verabschiedet, und das mit einem neuen Helden. Sicher kann dieser Sieg nicht ganz die Trauer über die Niederlage gegen Italien vergessen machen, aber er war ein großer Trost für viele Deutsche. Sie sahen eine Mannschaft, die sich mit einem Lächeln von ihren Fans verabschiedete.

SCHWEIZ:

SonntagsZeitung
Das Team von Trainer Jürgen Klinsmann konnte sich feiern lassen. Die Deutschen drehten in der zweiten Halbzeit richtig auf, zeigten mehr Biss und Siegeswillen. Allen voran Bastian Schweinsteiger. Bei seinem Distanzschuss in der 56. Minute sah Portugals Torhüter Ricardo allerdings nicht gut aus.

NZZ am Sonntag
Es entstand zu Beginn eine unverkrampfte, temporeiche Partie mit Chancen auf beiden Seiten. Vielleicht fehlte manchmal das klare Konzept. Auch ohne die verletzten Ballack, Mertesacker, Friedrich und Borowski stellten die Deutschen das klar bessere, abgeklärtere, willigere Team.

SonntagsBlick
Panzerfußball. Die Deutschen feiern Jürgen Klinsmann als Reformer ihres Fußballs. Dabei ist er bloß ein Sepp Herberger der Spaßgesellschaft.

ÖSTERREICH:

Kronenzeitung
Jubel zum Abschied - Mit Schwein(i) auf Platz drei. Seine zweieinhalb Tore machten den deutschen Youngster zum großen Helden beim 3:1 Sieg in Stuttgart gegen Portugal.