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Über 400 Festnahmen nach Krawallen

15. Jun 2006 12:27

Ein Fan nach den Randalen
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Foto: AP
Am Rande des WM-Spiels zwischen Polen und Deutschland ist es zu teils schweren Ausschreitungen gekommen. Viele der Krawallmacher kamen aus Deutschland.
Nach den Ausschreitungen von überwiegend deutschen Hooligans am Rande des WM-Spiels Deutschland gegen Polen am Mittwochabend in Dortmund befinden sich die Krawallmacher wieder auf freiem Fuß. Insgesamt waren im Umfeld des Spiels 429 gewaltbereite Fußball-Fans festgesetzt worden, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. Davon stammten 278 Hooligans aus Deutschland, 119 aus Polen und die übrigen aus anderen Ländern. Insgesamt erlitten 32 Störer leichte Blessuren. Ein Polizist wurde von einem Hooligan mit einem Biss in die Wade ebenfalls leicht verletzt.

Teil der Fans schon wieder frei

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  • Die meisten gewaltbereiten Fußball-Fans hatten die Gefangenensammelstelle bereits im Laufe der Nacht wieder verlassen. 96 von ihnen wurde allerdings förmlich festgenommen, so dass gegen sie weiter wegen Straftaten wie Körperverletzung oder Sachbeschädigung ermittelt wird. In diesen Fällen wird die Polizei in den nächsten Tagen auch noch Zeugen befragen.

    Lob für das Vorgehen der Beamten kam von der Gewerkschaft der Polizei (GdP). «Der Polizeieinsatz war ganz hervorragend», sagte der GdP-Vorsitzende Konrad Freiberg der «Saarbrücker Zeitung». Die Beamten hätten umsichtig gehandelt, obwohl das Gewaltpotenzial immens gewesen sei.

    Zu den Ausschreitungen war es kurz vor dem Anpfiff des Spiels gekommen, als die Polizei etwa 150 als gewalttätig bekannte deutsche Hooligans eingekesselt hatte. Als sie abtransportiert werden sollten, wurden auch von umherstehenden anderen Deutschen Flaschen und Stühle auf die Beamten geworfen. Zudem kam es in Nebenstraßen zu Auseinandersetzungen zwischen deutschen und polnischen Fans. (nz)



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