Matthäus: Kahn hatte nie eine Chance
Lothar Matthäus kann mit der Entscheidung für Jens Lehmann leben, mit der Art und Weise, wie die Entscheidung von Bundestrainer Jürgen Klinsmann zustande gekommen ist, aber weniger. «Nach den letzten Leistungen hat sicher viel für Lehmann gesprochen», sagte Lothar Matthäus am Freitag der Netzeitung.
Allerdings habe Klinsmann seit seinem Amtsantritt im August 2004 mit Oliver Kahn ein falsches Spiel getrieben. Auf die Frage, ob sich Klinsmann nicht schon viel früher für Lehmann entschieden habe, sagte Matthäus: «Ja, Oliver Kahn hat von Beginn an überhaupt keine Chance gehabt.«
Matthäus, einst ein Intimfeind von Klinsmann, fühlt sich an frühere Zeiten erinnert, als er sich mit Klinsmann ein ums andere Mal in den Haaren gelegen hatte. »Jürgen Klinsmann hat eine Zeit lang abgewartet, dann hat er zugeschlagen. So wie er es immer gemacht hat.»
Indirekt kritisierte Matthäus auch den Deutschen Fußball-Bund (DFB). «Man muss mittlerweile mal genau schauen, was im deutschen Fußball passiert, seitdem Jürgen Klinsmann da ist.»

