Hamburg baut WM-Gefängnis
Die Stadt Hamburg baut zur Fußball-Weltmeisterschaft ein neues Kurzzeit-Gefängnis für bis zu 150 Randalierer und Hooligans. Der Zellentrakt soll auf dem Gelände einer stillgelegten Waschanlage für Streifenwagen entstehen, wie ein Sprecher der Innenbehörde am Dienstag mitteilte. Die Zellen sollen nach dem Ende der WM weiter genutzt werden, fügte ein Polizeisprecher hinzu.
Das WM-Stadion ist nur Minuten mit dem Auto entfernt, auch die Partymeile Reeperbahn, wo die Fans nach den Spielen feiern gehen können, ist nahe. Das gilt auch für das so genannte Heiligengeistfeld – einen Platz in der Stadt, wo die Spiele über eine Großbildleinwand übertragen werden.
Insgesamt belasten die Sicherheitsmaßnahmen während der Fußball-WM den Hamburger Haushalt mit voraussichtlich 8,8 Millionen Euro. Diese Zahl gab Innensenator Udo Nagel am Dienstag bekannt. Der größte Teil der Kosten sind zusätzliche Personalausgaben: So fallen rund 3,2 Millionen Euro für Überstunden etwa von Polizei und Feuerwehr an.
In Hamburg finden fünf der 64 WM-Spiele statt, sowie viele begleitende Veranstaltungen. Außerdem will sich die US-Nationalmannschaft in einem Luxushotel mitten in der Stadt einquartieren. (AP)
