netzeitung.deFifa kommt Fotografen entgegen

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Joseph Blatter (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Joseph Blatter
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Der Fußball- Weltverband hat doch eingelenkt. Bei der WM dürfen schon während der Partien Bilder im Internet veröffentlicht werden.

Bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland wird es keinerlei Einschränkungen bei der Veröffentlichung aktueller Fotos der Spiele im Internet geben.
Darauf einigten sich der Fußball-Weltverband Fifa und der Weltverband der Zeitungen WAN am Montag in Paris. «Wir haben erkannt, dass die Veröffentlichung von Bildern und Texten im Sinne einer transparenten Informationspolitik, die der Pressefreiheit entspricht, gleich zu behandeln ist», sagte Fifa-Präsident Joseph Blatter in einer gemeinsamen Erklärung mit WAN.

Der Vorstandsvorsitzende des Welt-Zeitungsverbands, Timothy Balding, dankte Blatter für eine «weise und weitsichtige» Entscheidung. Sie sei der Fifa nicht leicht gefallen. Die Entscheidung komme «weltweit Dutzenden von Millionen von Online- Zeitungslesern zu gute».

Der Einigung waren heftige Auseinandersetzungen zwischen den beiden Weltorganisationen vorausgegangen. Die Fifa hatte zunächst nur eine beschränkte Anzahl von Fotos pro Spiel erlaubt, die erst zwei Stunden nach Abpfiff in das Internet gestellt werden dürften. Der Fußball-Weltverband hatte seine Einschränkungen mit dem Schutz von Sponsorenrechten begründet. Noch vor zwei Wochen hatte Blatter in einem Offenen Brief an WAN erklärt, dass es «zu den Regeln der Internet-Nutzung von Fotos keine weiteren Verhandlungen geben wird».

Keine Lizenzgebühren
Im Gegensatz zu Fernsehsendern müssen schreibende Journalisten und Fotografen für die Berichterstattung von der WM keine Lizenzgebühren bezahlen. Für die WM sind 4500 Journalisten und 1100 Fotografen akkreditiert.

Der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) nannte das Einlenken der FIFA «einen Sieg der Vernunft». Jetzt hätten Zeitungsredaktionen auch den Freiraum, auch online hoch professionell über die WM zu berichten. Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) erklärte, mit dem Wegfall der Regeln werde der wachsenden Bedeutung von Online-Medien Rechnung getragen. (nz)