Fifa kommt Fotografen entgegen
Der Vorstandsvorsitzende des Welt-Zeitungsverbands, Timothy Balding, dankte Blatter für eine «weise und weitsichtige» Entscheidung. Sie sei der Fifa nicht leicht gefallen. Die Entscheidung komme «weltweit Dutzenden von Millionen von Online- Zeitungslesern zu gute».
Der Einigung waren heftige Auseinandersetzungen zwischen den beiden Weltorganisationen vorausgegangen. Die Fifa hatte zunächst nur eine beschränkte Anzahl von Fotos pro Spiel erlaubt, die erst zwei Stunden nach Abpfiff in das Internet gestellt werden dürften. Der Fußball-Weltverband hatte seine Einschränkungen mit dem Schutz von Sponsorenrechten begründet. Noch vor zwei Wochen hatte Blatter in einem Offenen Brief an WAN erklärt, dass es «zu den Regeln der Internet-Nutzung von Fotos keine weiteren Verhandlungen geben wird».
Der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) nannte das Einlenken der FIFA «einen Sieg der Vernunft». Jetzt hätten Zeitungsredaktionen auch den Freiraum, auch online hoch professionell über die WM zu berichten. Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) erklärte, mit dem Wegfall der Regeln werde der wachsenden Bedeutung von Online-Medien Rechnung getragen. (nz)

