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WM-OK fordert Entschuldigung

17. Jan 2006 14:03, ergänzt 15:00

Das Stadion in Kaiserslautern wurde in der Bauphase überprüft.
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Foto: dpa
Das WM-Organisationskomitee geht offensiv gegen die Stiftung Warentest und deren schwere Vorwürfe in Bezug auf die Stadien-Sicherheit vor. Die Warentester bleiben bei ihren Ergebnissen.
Bilderschau:
Die Stiftung Warentest hat die Kritik des Organisationskomitees der Fußball-WM an der Studie zu Sicherheitsrisiken in mehreren Stadien zurückgewiesen. «Wir bleiben bei unseren Ergebnissen», sagte der Leiter der Warentest-Studie, Holger Brackemann, am Dienstag in Berlin. Die Methodik der Studie sei bereits vor der Untersuchung mit dem WM-OK und fünf Stadienbetreibern besprochen worden. «Dabei sind keine Bedenken geäußert worden», sagte Brackemann.

Das Organisationskomitee hatte die Stiftung am Dienstag dazu aufgefordert, ihren Stadion-Test «Viermal die Rote Karte» zu überarbeiten. «Wir fordern die Stiftung Warentest auf, die vier Roten Karten für die Stadien Kaiserslautern, Gelsenkirchen, Berlin und Leipzig zurück zu nehmen», sagte OK-Vizepräsident Horst R. Schmidt am Dienstag in Frankfurt am Main.

Fahrlässig und oberflächlich

Mehr in der Netzeitung:
Nach Stellungnahmen von Experten und der Stadionbetreiber steht für die WM-Organisatoren fest, «dass das Vorgehen der Stiftung Warentest durchweg oberflächlich und fahrlässig und vor allem in der getroffenen Wertung unverantwortlich war.»

Die Stiftung Warentest hatte in ihrer Zeitschrift «test» den vier genannten WM-Stadien in der vergangenen Woche ein vernichtendes Urteil in Bezug auf die Sicherheit ausgestellt.

Ihre Stadionbesuche hatten zwischen dem 19. September 2005 und dem 27. Oktober 2006 stattgefunden. Nach Angaben der Stadionbetreiber fand eine Besprechung statt, bei der ein standardisierter Erhebungsbogen abgearbeitet wurde, sowie ein Rundgang durch einzelne Stadionbereiche. Konkrete Hinweise ihrerseits seien ignoriert worden, so zum Beispiel die Bitte in Kaiserslautern, wegen der noch laufenden Bauarbeiten die Untersuchung nicht im Oktober, sondern im November 2005 durchzuführen.

Komplexität nicht berücksichtigt

«Ein Fehlurteil» nannte das WM-OK die Studie am Dienstag. Im In- und Ausland sei ein Bild von den Arenen gezeichnet worden, welches in keinster Weise den hohen Sicherheits-Standards entspreche. «Wir halten die gesamte Studie der Stiftung Warentest für fraglich, da sie weder die Komplexität des Themas Sicherheit noch die Gesamtzusammenhänge oder dahinter liegende Konzepte berücksichtigt», begründete das OK. (nz)



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