Schalke droht Stiftung Warentest mit Klage
12. Jan 2006 18:43
 |  Die Veltins-Arena in Gelsenkirchen | | Foto: dpa |
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Schalke 04 befürchtet durch die Studie der Stiftung Warentest massive Einnahmeverluste für die Veltins-Arena. Der Fußball-Bundesligist schließt rechtliche Schritte nicht aus.
Fußball-Bundesligist Schalke 04 erwägt, sich gegen den Bericht der Stiftung Warentest zu Sicherheitsmängeln in den deutschen WM-Stadien zur Wehr setzen. «Wir überlegen, ob wir nicht sogar verpflichtet sind, gegen diese fehlerhafte, subjektive, diffamierende und schädigende Berichterstattung der Stiftung Warentest vorzugehen», ließ Vorstandsmitglied Peter Peters am Donnerstag in einer Vereinsmitteilung verlauten. Schalke ist Betreiber und Mitbesitzer der Veltins-Arena, in der bei der Weltmeisterschaft fünf Spiele stattfinden.
Weitreichende Folgen
Peters sagte weiter, Schalke 04 stehe mit der Arena in einem harten Wettbewerb mit anderen, nicht getesteten Veranstaltungsstätten in Nordrhein-Westfalen und außerhalb. «Die Bedeutung dieses Tests geht für uns somit weit über die Fußballweltmeisterschaft hinaus», sagte er. Immerhin sei die Veltins-Arena als multifunktionale Veranstaltungsstätte auf diese Vielzahl der Events wirtschaftlich angewiesen, «und sie ist im Übrigen auch vollständig privat finanziert», fügte er hinzu.Die Stiftung Warentest hatte am Dienstag die Ergebnisse ihrer Untersuchungen vorgestellt. Bei der Veltins-Arena wurden erhebliche Mängel festgestellt. Kritisiert wurden keine Fluchtmöglichkeit auf das Spielfeld, Fluchtwege von Logen nur über den Innenbereich sowie im Gastronomiebereich zu wenig Rauchabzüge.
Behörden sind zufrieden
Der FC Schalke 04 habe vom Organisationskomitee der WM gefordert, «als einer der Hauptgeschädigten durch die Warentester in alle weiteren Gespräche einbezogen zu werden, auch als Teilnehmer eines möglichen runden Tisches». Seit der Eröffnung der Veltins-Arena im August 2001 habe es bei 163 Großveranstaltungen und rund neun Millionen Besuchern keinen einzigen Zwischenfall gegeben, betonte Peters.Nach derzeitigem Stand werde der FC Schalke 04 keine baulichen Veränderungen in der Arena vornehmen. «Wir haben gleich nach dem Vorliegen der Ergebnisse mit der Stadt und der Feuerwehr zusammengesessen. In den Gesprächen wurde uns bestätigt, dass von Seiten der Behörden keine Veranlassung dazu gesehen wird», sagte Peters. «Es wurde uns ausdrücklich gesagt, über ein sicheres Stadion zu verfügen.» (nz)