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Danckert «betroffen» über Mängel bei Stadien

10. Jan 2006 12:45, ergänzt 13:27

Berliner Olympiastadion
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Foto: dpa
Eine Studie zum Thema Sicherheit in den WM-Stadien kommt auf die Tagesordnung des Bundestages. Sport-Ausschussvorsitzender Danckert forderte, die Mängel «in den nächsten Wochen» zu beheben.
Thema: Mängel-Studie zu WM-Stadien
Der Vorsitzende des Sportausschusses im Bundestag, Peter Danckert, hat Konsequenzen aus einer Untersuchung der Stiftung Warentest gefordert, die teils gravierende Sicherheitsmängel in den WM-Stadien festgestellt hat. «Die Mängel müssen so schnell wie möglich abgestellt werden, damit die Sicherheit gewährleistet ist», sagte der SPD-Politiker der Netzeitung. «Das muss in den nächsten Wochen passieren; hier darf man nicht zögern.» Dies sei «finanziell nicht so aufwändig».


Peter Danckert
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Foto: dpa
Wie Danckert sagte, wird die Studie den Bundestag beschäftigen. «Wir werden uns auch im Parlament mit den Ergebnissen des Tests befassen müssen», sagte er. Dies werde in der nächsten Sportausschuss- Sitzung kommenden Mittwoch geschehen. Dazu sollen nach Danckerts Vorstellungen auch Experten der Stiftung Warentest geladen werden.

Hintergrund:
In der Studie werden Sicherheitsmängel in allen zwölf Stadien aufgeführt. In vier Spielstätten sind die Defizite «erheblich». Demnach fehlen den Fußball-Arenen in Berlin, Gelsenkirchen und Leipzig Fluchttore. Dies könnte laut Stiftung Warentest bei einer Massenpanik zur «tödlichen Falle» werden. Außerdem habe das Fritz-Walter-Stadion in Kaiserslautern erhebliche Mängel beim Brandschutz, hieß es. Als positive Beispiele führte die Stiftung die neue Allianz-Arena in München und das Frankenstadion in Nürnberg an. Hier gab es kaum etwas zu beanstanden.

Bilderschau:
Danckert reagierte ernüchtert auf die Untersuchung. Kritisch äußerte er sich vor allem über die Sicherheitslücken im Berliner Olympiastadion: «Mich hat besonders betroffen gemacht, dass in dem Mängel-Ranking zwei Stadien ganz weit oben stehen, die mit erheblichen öffentlichen Mitteln saniert wurden - nämlich Berlin und Leipzig.» Danckert vermutet, dass möglicherweise nicht sorgfältig geplant wurde. Es müsse geprüft werden, «wie es zu diesen Fehlern kommen konnte», sagte er. Vorrang habe aber zunächst die Beseitigung der Mängel.

Franz Beckenbauer
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Foto: dpa
Vor diesem Hintergrund wies der SPD-Politiker Kritik des WM-Cheforganisators Franz Beckenbauer an der Studie zurück. Beckenbauer hatte der «Bild»-Zeitung noch vor Veröffentlichung der Untersuchung gesagt: «Die Stiftung Warentest kennt sich vielleicht mit Gesichtscreme, Olivenöl und Staubsaugern aus. Dabei sollten sie bleiben.»

Danckert sagte, Beckenbauer habe «ein bisschen zu früh die Sache kommentiert». Die Stiftung Warentest sei ein «seriöses Unternehmen, das fachlich fundiert recherchiert» habe, betonte der SPD-Politiker. In die Untersuchung seien auch die Stadienbetreiber einbezogen gewesen und hätten Gelegenheit gehabt, Stellung zu beziehen. «Bis auf Kaiserslautern und Hannover haben davon auch alle Gebrauch gemacht.»



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