Schweizer WM-Fahrer in Istanbul angegriffen
16.11.2005
Herausgeber: netzeitung.de
Zu hektischen Szenen kam es direkt nach dem Abpfiff: Die Spieler der Schweiz flüchteten nach dem Spielende direkt in die Katakomben, um sich vor Wurfgeschossen zu schützen. Nach ersten Informationen wurden Spieler und Torwart-Trainer Erich Burgener beim Verlassen des Spielfeldes beworfen und geschlagen. Türkische Spieler sollen nach Aussagen vom schweizer Medienchef Pierre Benoit die Schweizer in den Katakomben des Stadions weiter attackiert haben. Ersatzspieler Stéphane Grichting soll nach einem Tritt in den Unterleib ins Krankenhaus gebracht worden sein. Noch weit nach Spielende harrte die Auswahl mit seinen Betreuern in der Kabine aus, um sich vor weiteren Angriffen zu schützen. Die Schweizer kündigten Protest beim Weltverband Fifa an.
Die bei ihrer Ankunft am Bosporus mit Hasstiraden begrüßten Schweizer erwischten vor 43.000 Zuschauern im Sükrü Saracoglu-Stadion einen Traumstart. Nach einem Handspiel des Kölner Bundesliga-Profis Özalan Alpay im Strafraum nach gerade einmal 30 Sekunden zeigte der belgische Schiedsrichter Frank De Bleeckere zum Entsetzen der türkischen Fans auf den Elfmeterpunkt. Der beim FC Rennes unter Vertrag stehende Frei nutzte die Chance zum frühen 0:1.
Und die von Trainer Fatih Terim nach der Niederlage in Bern auf sechs Positionen veränderten Türken drückten nach Wiederanpfiff weiter aufs Tempo. Nach einem Foul von Streller an Serhat verwandelte Necati den fälligen Strafstoß zum 3:1. Erst nach einer Stunde konnte sich das Team von «Köbi» Kuhn ein wenig aus der Umklammerung befreien und kam kurz vor dem Ende durch einen von Streller mustergültig abgeschlossenen Konter zum zweiten Treffer. (nz)

