WM-Imagekampagne auf den Weg gebracht
15. Dez 2004 17:59
Die Imagekampagne der Bundesgerierung für die Fußball-WM 2006 hat Grünes Licht erhalten. Die letzten Zweifler in der Opposition gaben ihre Zustimmung für die millionenschwere Initiative.
Der von der Bundesregierung geplante Imagekampagne «FC Deutschland 06» zur Fußball-WM 2006 im eigenen Lande steht nichts mehr im Weg. Die letzten kritischen Stimmen in der Opposition konnten auf die Initiative eingeschworen werden. Göttrick Wewer, Staatssekretär im Innenministerium, konnte mit seinem Vortrag die Vertreter von CDU und FDP im Sportausschuss des Bundestages von der Idee überzeugen. Bislang wurde die Kampagne, in die im Jahre 2005 rund zehn Millionen Euro vom Bund sowie zehn Millionen Euro vom BDI (Bundesverband der deutschen Industrie) fließen soll, von den Kritikern als «rot-grüne Wahlkampfpartie» beschimpft. «Wir unterstützen die Initiative, weil sie eine Werbung für den Wirtschaftsstandort Deutschland darstellt», sagte Sportausschuss-Vorsitzender Peter Rauen von der CDU.
Forderungen erfüllt
Sein Parteikollege Klaus Riegert zeigte sich ebenfalls überzeugt: «Unsere Forderung nach mehr Transparenz wurde erfüllt. Zudem wurde uns zugesichert, dass wir in inhaltliche Fragen einbezogen werden.» Vier Werbeagenturen arbeiten zur Zeit an einem Konzept, bis Mitte Januar sollen die Ausarbeitungen vorgelegt werden. Dann wird auch der BDI in die Planung eingreifen. Während für das Jahr 2005 insgesamt 20 Millionen Euro für das Projekt fließen sollen, wird zumindest der Bund im darauffolgenden Jahr sehr wahrscheinlich weitere zwölf Millionen Euro aus dem Goldmünzverkauf in diese Kampagne einbringen. Weiter wie ein Staatsgeheimnis werden die Inhalte dieser Imagekampagne gehütet. «Es werden wohl typische PR-Produkte wie Kinospots, Plakatserien oder Flyer sein», so Riegert. Der Startschuss ist für den Sommer 2005 vorgesehen. Wie Mitglieder des Ausschusses erklärten, kann es sein, dass «das Projekt 'FC Deutschland 06' auch über die WM hinaus bis ins Jahr 2007 oder 2008 andauern soll». (nz)