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Klinsmann will unabhängig von Kanzler sein

08. Dez 2004 11:04

Will mit Deutschland Weltmeister werden: Jürgen Klinsmann.
Foto: AP
Fußball-Bundestrainer Jürgen Klinsmann wird auf dem Weg zur WM 2006 alles mitmachen, was für den Erfolg sinnvoll ist. Er werde sich aber nicht von Politikern einspannen lassen.
Bundestrainer Jürgen Klinsmann legt auf dem Weg zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 Wert auf politische Unabhängigkeit. «Mein Verhältnis zum Bundeskanzler ist von persönlicher Sympathie und Respekt geprägt, für seine parteipolitischen Interessen würde ich mich trotzdem nicht vereinnahmen lassen», sagte Klinsmann in einem Interview mit der Wochenzeitung «Die Zeit». Man müsse jedoch «die Power, die der Fußball hat», ausnutzen.

Mehr in der Netzeitung:
Klinsmann sprach sich für eine Standortkampagne zur WM aus. Er wolle mit der deutschen Nationalelf Weltmeister werden und sich deshalb an allem beteiligen, «was sinnvoll ist».

Die vom Bundespresseamt und dem Bundesverband der deutschen Industrie geplante Kampagne stieß unterdessen auf unterschiedliche Resonanz bei der CDU. Generalsekretär Laurenz Meyer kritisiert das Vorhaben in der «Zeit». «Die Regierung versucht, von ihrer jämmerlichen Politik abzulenken, in dem sie den Fußball instrumentalisiert», sagte er.

Der parlamentarische Geschäftsführer der CDU, Eckart von Klaeden, rät seiner Fraktion, sich nicht als «Spielverderber in die Schmollecke» zu verkriechen. Dass gute Laune der Regierung eher als der Opposition nütze, «das zu ertragen gehört zum sportlichen Wettbewerb», so Klaeden in der Zeitung..

Regierung und BDI haben sich nach Angaben der «Zeit» dazu entschlossen, für die Kampagne einen Wettbewerb auszuschreiben. Vier Agenturen sind beauftragt worden, bis Januar ihre Vorschläge einzureichen. (nz)



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