Gegen drei chinesische Weltklasse-Paare, die den Vorteil haben, nicht gegen den Jetlag kämpfen zu müssen, sei das ein schweres Unterfangen. Steuers Zielvorgabe: nach zwei sechsten WM-Plätzen endlich aufs Podium. Das wäre die erste Paarlauf-Medaille für die Deutsche Eislauf-Union (DEU), seit Peggy Schwarz/Mirko Müller 1998 Bronze holten.Davon kann Stefan Lindemann nur träumen. Während die Konkurrenz aus Japan und Frankreich die vierfachen Sprünge nur so aufs Eis zaubert, kämpft der WM-Dritte von 2004 aus Erfurt immer wieder mit dem dreifachen Axel. «Die Programme werden immer besser, ich fühle mich gut», sagte der 26-Jährige, der nach einer Viruserkrankung nur «sauber laufen» will. Mit Spannung wird der Auftritt des Schweizer Weltmeisters Stephane Lambiel erwartet, der seit November keinen Wettkampf bestritten hat.
Nur Nebenrollen traut DEU-Sportdirektor Udo Dönsdorf dem zweiten Paar, Mari-Doris Vartmann und Florian Just (Dortmund), der deutschen Meisterin Kristin Wieczorek (Chemnitz) und den Eistänzern Nelli Ziganschina/Alexander Gazsi (Chemnitz/Berlin) zu. (Britta Körber, dpa)