netzeitung.deZweiter Schild-Streich bei den alpinen Damen

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Marlies Schild (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Marlies Schild
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Marlies Schild ist in diesem Ski-Winter in der Super-Kombination nicht zu schlagen. Im italienischen Tarvisio legte ihre Teamkollegin Nicole Hosp einen wahren Fabellauf hin.

Nach dem Slalom-Weltcup hat Skirennfahrerin Marlies Schild auch die erstmals vergebene kleine Kristallkugel in der Super-Kombination gewonnen. Der 25-jährigen Österreicherin genügte dazu am Freitag im italienischen Tarvisio ein dritter Platz hinter ihrer Teamkollegin Nicole Hosp und der Amerikanerin Julia Mancuso.

Hosp arbeitete sich mit einem Fabellauf im Slalom nach Rang 19 in der Abfahrt noch bis zum Sieg vor. Im Kampf um die Gesamtwertung führt Schild, die am vergangenen Wochenende bereits den Slalom-Weltcup für sich entschieden hatte, mit 1112 Punkten vor Hosp (1089).

Stechert beste Deutsche
Bei der Weltcup-Premiere in Tarvisio enttäuschten die deutschen Starterinnen. Nach Platz zehn in der Abfahrt schied die Partenkirchenerin Maria Riesch im Slalom aus. Beste Deutsche war Gina Stechert (Oberstdorf) auf dem 22. Platz. Die Partenkirchenerin Fanny Chmelar arbeitete sich nach einer nicht zufrieden stellenden Abfahrtsleistung im Slalom noch auf die Punkteränge vor.

«Die Gesamtwertung ist mein Ziel, aber dazu muss alles passen», hatte Schild noch am Wochenende erklärt und bei der Weltcup- Premiere in Tarvisio einen Schritt in diese Richtung gemacht. Renate Götschl fiel in der Gesamtwertung hinter Hosp auf Rang vier zurück. Nach ihrem Trainingssturz am Donnerstag hatte sie wegen ihrer verletzten Knie auf einen Start verzichtet und will sich ganz auf Abfahrt und Super-G am Wochenende konzentrieren.

Zweikampf in der Gesamtwertung
Nach Tarvisio stehen mehr Technik- als Speedrennen an; es läuft alles auf einen Zweikampf in der Gesamtwertung zwischen Schild und Hosp hinaus. Tagessiegerin Hosp machte nicht nur in der Gesamtwertung Boden gut, sondern bescherte Österreichs alpinen Ski-Damen auch den 300. Weltcup-Sieg, den 18. in diesem Winter.

Mächtig bedient verließ Riesch nach ihrem Einfädler im Slalom die Strecke und den wegen Regens am Vormittag mehrfach verschobenen Wettbewerb. «Man geht um 7 Uhr aus dem Haus und schlägt sich den Tag um die Ohren und hat dann am Ende des Tages null erreicht. Das ist frustrierend», sagte die 22-Jährige, die auf der Zielgeraden ihrer Comeback-Saison noch ein Erfolgserlebnis herbeisehnt.

Überschattet wurde das Rennen von einem schweren Sturz der Österreicherin Kathrin Zettel. Die Siebte der Gesamtweltcup-Wertung kam beim Zielsprung von der Strecke ab und durchschlug die Sicherheitszäune. «Kathi hat gesagt, dass sie starke Schmerzen hat. Der Sturz war wirklich sehr wild», sagte Österreichs Alpin-Chef Hans Pum. «Ich hoffe, dass die Knieverletzung nicht so schwer ist.»

Die 17-jährige Fenninger, eine der Topfavoritinnen für die Junioren-WM in Altenmarkt/Zauchensee, erlitt bei einem Sturz eine starke Schuhrandprellung. Am Mittwoch hatte sich bereits die Schweizerin Dominique Gisin im Training einen Kreuzbandriss zugezogen. (Emil Gast/dpa)