Bestes Saisonergebnis macht Henkel traurig
Leistung abgerufen und dennoch geknickt: Manuela Henkel konnte sich nach der ersten Entscheidung der nordischen Ski- Weltmeisterschaften in Sapporo nicht über Platz neun freuen. Obwohl die Oberhoferin am Donnerstag ihr bestes Saisonergebnis bei der WM- Premiere unter dem Dach des Super Dome bestätigte, haderte sie mit dem Resultat.
Bei den Männern setzte sich Jacobsens Landsmann Jens Arne Svartedal vor Mats Larsson aus Schweden und seinem Teamkollegen Eldar Rönning durch. Damit rehabilitierte sich Norwegen gleich am ersten Tag für die Olympia-Schmach von Turin, wo kein Sieg gelungen war.
«Das ist ja gerade ärgerlich. Als Achte bekommst du den A-Kader- Status und volle Sporthilfe, als Neunte eben nicht. Ich bin ja nicht unzufrieden, aber es war die Fortsetzung der ganzen Saison. Ich bin Durchschnitt und komme nicht nach oben», erklärte die Staffel- Olympiasiegerin von 2002, für die die WM damit ebenso beendet ist wie für Nicole Fessel (Oberstdorf), die 15. wurde. Die Sprinterinnen fliegen am Montag nach Hause und bereiten sich dann auf die drei restlichen Sprint-Weltcups des Winters vor. Viola Bauer (Oberwiesenthal) und Steffi Böhler (Ibach), die die Plätze 16 und 29 belegten, erhalten dagegen weitere Einsätze.
«Wäre das Aus gekommen, hätte ich das auf meine Kappe genommen», sagte Behle. Er hatte angesichts der Strecke und des stumpfen Schnees seinem Schützling zum kompletten Einsatz der Doppelstocktechnik geraten. «Ich war überzeugt, dass man mit Schieben weiter kommt», sagte Behle und Wenzl bestätigte das. «Ich habe diese Entscheidung akzeptiert und bin voll gelaufen», sagte der Youngster.
Gemischt waren die Reaktionen auf das Ambiente mit Start und Ziel unter dem Dach. Zwar waren 23 602 Zuschauer dabei, richtige Stimmung kam aber nur auf, wenn es knappe Zieleinläufe oder japanische Beteiligung gab. Zumindest für den Team-Sprint am Freitag konnte Behle Erfahrungen mitnehmen. «Im Dome selbst ist noch vieles möglich, man muss nicht als Erster hineinlaufen. Und man darf sich auf der Gegengeraden keine Fehler erlauben», gab er Tobias Angerer/Axel Teichmann und Evi Sachenbacher-Stehle/Claudia Künzel mit auf den Weg. (dpa)
