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Lupe Svindal setzt sich die Abfahrts-Krone auf

Der Norweger Aksel Svindal hat die WM-Abfahrt in Are gewonnen. Für die Ski-Nation Österreich endete die Königsdisziplin mit einem Debakel.

Die Überraschungen bei den alpinen Ski- Weltmeisterschaften im schwedischen Are setzen sich fort. Der Norweger Aksel Lund Svindal gewann die Abfahrt und holte damit das erste norwegische WM-Gold in der Königsdisziplin überhaupt. In einem von Verschiebungen, Unterbrechungen und wechselnder Sicht geprägten Rennen fuhr der 24-Jährige in 1:44,68 Minuten allen davon.

Überraschungszweiter Hudec
«Man muss auch ein bisschen Glück haben. Die Freude kommt nachher, ich weiß gar nicht, was ich sagen soll», sagte der Führende im Gesamtweltcup, der vor einem Jahr ebenfalls in Are seine bislang einzige Weltcup-Abfahrt gewonnen hatte. Mit 72/100 Sekunden Rückstand fuhr Jan Hudec aus Kanada überraschend auf Platz zwei vor dem Schweden Patrik Järbyn, der bereits vor elf Jahren WM-Silber im Super-G gewonnen hatte.

Johannes Stehle (Obermaiselstein) kam 2,81 Sekunden zurück auf Platz 27. Der Ebinger Stephan Keppler stürzte nach einer fehlerhaften Fahrt, blieb aber nach eigener Aussage unverletzt. «Passiert ist mir nichts. Es war von oben bis unten eine vermurkste Fahrt», sagte Keppler, der nach einer bislang schlechten WM am Montag in der Qualifikation zum Riesenslalom starten wird.

Erstmals seit zehn Jahren blieben die österreichischen Abfahrer ohne WM-Medaille. Michael Walchhofer hätte nach guten Zwischenzeiten mit der hohen Startnummer 30 noch in die Spitze fahren können, fiel aber nach einem Fehler auf Platz 15 zurück. Auch Titelverteidiger Bode Miller (USA) hatte als Siebter wie andere Favoriten nichts mehr mit der Entscheidung zu tun. Der Trainingsschnellste Marco Büchel (Liechtenstein) verpasste nach klarer Zwischenbestzeit ein Tor. (nz)