Vogl sorgt in Kitzbühel für Podestplatz
In San Sicario führte Renate Götschl einen österreichischen Dreifachtriumph an. Die «Speed Queen» übernahm mit ihrem sechsten Saisonsieg auch die Führung im Gesamtweltcup. Bei den Herren liegt der Norweger Aksel Lund Svindal weiter vorn.
An der fahrerischen Klasse von Vogl, der in den vergangenen Jahren immer wieder mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hatte, gab es beim DSV nie Zweifel. Doch das schlechte Saisonabschneiden des einmaligen Weltcup-Siegers, der in vier Weltcups vor dem Hahnenkamm- Wochenende nur einen 21. Platz als einziges Ergebnis vorweisen konnte, warf einige Fragen auf. Rechtzeitig vor dem Saisonhöhepunkt ist Vogl wieder in der Weltspitze dabei und machte beim höchstdotierten Slalom mit 15 500 Euro Preisgeld auch richtig Kasse.
«Alois hat gezeigt, was er kann», sagte Herren-Cheftrainer Werner Margreiter und auch die gute Platzierung von Neureuther hatte Anteil an der guten Laune des Coaches. «Bei beiden sieht man, was drin ist. Dritter und Sechster. Wir waren eine der wenigen Mannschaften für die die Programmänderung positiv war.» Wegen des warmen Wetters in der Vorwoche waren Abfahrt und Super-G abgesagt worden. Zwar setzte kurz vor der 67. Auflage der Hahnenkamm-Rennen Schneefall ein, doch für die Speedrennen kam dieser zu spät.
Bei schlechter Sicht musste Neureuther im ersten Durchgang ein schweres Handicap wegstecken. Eine Slalom-Stange schlug ihm gegen die Brille und verschob diese. «Da habe ich den Rest des Laufs fast gar nichts mehr gesehen», sagte der 22-Jährige, fuhr aber in zwei fast fehlerfreien Läufen kontrolliert auf einen guten sechsten Platz.
Petra Haltmayr darf indes weiter auf die WM in Are hoffen. Die 31- Jährige erlitt bei ihrem Trainingssturz einen Außenbandriss am linken Sprunggelenk. Ein Band sei gerissen, die anderen beiden intakt. «Ich gehe davon aus, in Are dabei zu sein», sagte die Olympia-Sechste der Abfahrt von 2006. (nz)
