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Lupe Vogl sorgt in Kitzbühel für Podestplatz

Mit seinem spektakulären zweiten Durchgang ist Slalom-Spezialist Alois Vogl in Kitzbühel noch aufs Siegerpodest gefahren. Das verpasste ein anderer DSV-Fahrer nur knapp.

Die deutschen Slalomfahrer haben Hoffnungen auf ein erfolgreiches Abschneiden bei den alpinen Weltmeisterschaften geweckt. Während Maria Riesch auch bei der Weltcup-Abfahrt im italienischen San Sicario als 21. nach ihrer Form suchte, bescherte Routinier Alois Vogl dem Deutschen Skiverband (DSV) beim Slalom in Kitzbühel (Österreich) den vierten Podestplatz des WM- Winters. Eine Woche vor Beginn der Titelkämpfe im schwedischen Are unterstrich der 34-Jährige aus Zwiesel seine Zugehörigkeit zur Weltspitze. «Ich habe lange warten müssen, jetzt bin ich auf dem richtigen Weg», sagte Vogl nach dem besten Weltcup-Resultat seit einem Jahr.
Beide DSV-Stars kommen durch
Bei dichtem Schneetreiben musste sich der 16. des ersten Laufs nur Überraschungssieger Jens Byggmark aus Schweden und dem ehemaligen Weltmeister Mario Matt (Österreich) geschlagen geben. Felix Neureuther aus Partenkirchen wurde Sechster und fuhr damit sein zweitbestes Weltcup-Resultat ein. «Erstmals waren wir beide in den Top-Sechs. Sonst ist immer nur einer von uns gut», sagte Neureuther.

In San Sicario führte Renate Götschl einen österreichischen Dreifachtriumph an. Die «Speed Queen» übernahm mit ihrem sechsten Saisonsieg auch die Führung im Gesamtweltcup. Bei den Herren liegt der Norweger Aksel Lund Svindal weiter vorn.

An der fahrerischen Klasse von Vogl, der in den vergangenen Jahren immer wieder mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hatte, gab es beim DSV nie Zweifel. Doch das schlechte Saisonabschneiden des einmaligen Weltcup-Siegers, der in vier Weltcups vor dem Hahnenkamm- Wochenende nur einen 21. Platz als einziges Ergebnis vorweisen konnte, warf einige Fragen auf. Rechtzeitig vor dem Saisonhöhepunkt ist Vogl wieder in der Weltspitze dabei und machte beim höchstdotierten Slalom mit 15 500 Euro Preisgeld auch richtig Kasse.

«Alois hat gezeigt, was er kann», sagte Herren-Cheftrainer Werner Margreiter und auch die gute Platzierung von Neureuther hatte Anteil an der guten Laune des Coaches. «Bei beiden sieht man, was drin ist. Dritter und Sechster. Wir waren eine der wenigen Mannschaften für die die Programmänderung positiv war.» Wegen des warmen Wetters in der Vorwoche waren Abfahrt und Super-G abgesagt worden. Zwar setzte kurz vor der 67. Auflage der Hahnenkamm-Rennen Schneefall ein, doch für die Speedrennen kam dieser zu spät.

Bei schlechter Sicht musste Neureuther im ersten Durchgang ein schweres Handicap wegstecken. Eine Slalom-Stange schlug ihm gegen die Brille und verschob diese. «Da habe ich den Rest des Laufs fast gar nichts mehr gesehen», sagte der 22-Jährige, fuhr aber in zwei fast fehlerfreien Läufen kontrolliert auf einen guten sechsten Platz.

Götschl: «Habe einfach die Sicherheit»
Götschl dominierte auf der Olympia-Piste von 2006 nach ihrem Erfolg im Super-G mit 1,17 Sekunden Vorsprung auf ihre Teamkollegin Elisabeth Görgl. «Wenn du die Sicherheit hast, traust du dir mehr zu. Dann läuft es einfach», sagte Götschl. Hingegen verpasste Maria Riesch erneut den erhofften Befreiungsschlag. «Die Situation nervt ein bisschen. Kurz vor der WM brauche ich ein Top-Ten-Ergebnis», sagte die viermalige Weltcup-Siegerin, die in der Comeback-Saison derzeit kaum voran kommt. Gina Stechert (Oberstdorf) sammelte nach ihrem 16. Platz im Super-G als Abfahrts-27. erneut Weltcup-Punkte, die Fanny Chmelar (Partenkirchen) als 33. verpasste.

Petra Haltmayr darf indes weiter auf die WM in Are hoffen. Die 31- Jährige erlitt bei ihrem Trainingssturz einen Außenbandriss am linken Sprunggelenk. Ein Band sei gerissen, die anderen beiden intakt. «Ich gehe davon aus, in Are dabei zu sein», sagte die Olympia-Sechste der Abfahrt von 2006. (nz)