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Deutsches Traumpaar «kann das viel besser»

23. Jan 2007 17:52, ergänzt 21:58
Aljona Sawtschenko (r.) und Robin Szolkowy
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Perfekt war das wahrlich nicht, was die Paarläufer Aljona Sawtschenko und Robin Szolkowy bislang bei der EM abgeliefert haben. Ihr Trainer war denn auch «stinksauer» über die Vorstellung seiner Schützlinge.

Gestürzt, geschockt - und trotzdem auf Goldkurs: Das deutsche Traumpaar Aljona Sawtschenko und Robin Szolkowy greift bei der Eiskunstlauf-Europameisterschaft in Warschau nach dem Titel. Die Vorjahreszweiten aus Chemnitz hielten mit 65,38 Punkten die ehemaligen Weltmeister Maria Petrowa/Alexej Tichonow aus Russland (62,22) am Dienstagabend auf Distanz und haben vor der Kür am Mittwoch alle Trümpfe in der Hand. An dritter Stelle liegen die Lokalmatadoren Dorota Zagorska/Mariusz Siudek (57,81). Mari-Doris Vartmann/Florian Just (Dortmund) sind vorerst Sechste vor Rebecca Handke/Daniel Wende (Möhnesee/Essen) auf Platz zehn.

Trainer «stinksauer»

«Ich bin sehr enttäuscht über die Leistung der beiden, denn sie können es viel besser», haderte der wegen seiner Stasi-Vergangenheit umstrittene Trainer Ingo Steuer mit dem Sturz beim dreifachen Wurfflip am Anfang des Programms zu «Es war einmal in Mexiko». Zwar gefielen die ukrainische Junioren-Weltmeisterin von 2000 und der gebürtige Sachse mit ihrem einmaligen künstlerischen Ausdruck und beeindruckten die 2000 Zuschauer in der Torwar-Arena.

Das Missgeschick zu Beginn der 2:40-Minuten-Kurzkür verunsicherte die viermaligen deutschen Meister aber so sehr, dass sie nicht so glatt durchliefen wie gewohnt. «Eigentlich bin ich stinksauer. Die Vorbereitung lief so gut, endlich hatten wir einmal keinen Stress wegen gerichtlicher Auseinandersetzungen», sagte Perfektionist Szolkowy. Steuer war von der Deutschen Eislauf-Union (DEU) bis zu einer gerichtlichen Entscheidung über seine Stasi-Tätigkeit offiziell als Trainer nominiert worden.

«Wir sind Kämpfer und werden eine perfekte Kür laufen», versprach die 23 Jahre alte Sawtschenko, die erstmals nach zwölf Jahren für Deutschland einen EM-Titel holen will. Die bislang letzte Goldmedaille hatte Steuer 1995 mit Mandy Wötzel geholt. Ihr vier Jahre älterer Partner konnte angesichts des Ergebnisses schon wieder lachen: «Wir sind zwar unzufrieden, aber das müssen wir jetzt vergessen.»

Gut präsentiert

Nach ihrer verkorksten Anreise mit einer Zwangs-Übernachtung am Flughafen in Warschau starteten die deutschen Eistanz-Meister Nailya Ziganschina/Alexander Gazsi (Chemnitz/Berlin) ordentlich in ihre erste EM. Für ihren Pflicht-Walzer wurden sie von den Preisrichtern auf Rang 16 eingestuft. «Im Eistanz ist der internationale Einstieg beschwerlich. Die beiden haben sich gut präsentiert», sagte Udo Dönsdorf, Sportdirektor der Deutschen Eislauf-Union, am Dienstag. Wegen Visa-Problemen wollten die polnischen Behörden die 19-jährige Moskauerin nicht einreisen lassen. (nz)

 
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