Angerer verteidigt Tour-Führung
Punkte gesammelt, Kräfte gespart, Führung ausgebaut: Tobias Angerer geht als Spitzenreiter ins harte Final- Wochenende der Tour de Ski. Beim Langlauf-Sprint am Freitag im italienischen Asiago kam der Vachendorfer wie erhofft ins Halbfinale und erreichte am Ende Platz zwölf. Damit baute er seine Gesamtführung auf 27,3 Sekunden aus, will aber von einer Vorentscheidung im Kampf um die rund 70.640 Euro Preisgeld nichts wissen. Den Tagessieg holte sich der Norweger Tor Arne Hetland.
«Es ist alles aufgegangen. Ich wollte ins Halbfinale, um nicht zu viele Sekunden zu verlieren und dann die Beine hochnehmen. Schließlich musste ich an das schwere Wochenende denken. Die Taktik, die Jochen Behle ausgegeben hat, war sehr gut», sagte Angerer, dem auch noch das Glück zu Hilfe kam. Sein bislang schärfster Rivale Simen Östensen aus Norwegen verlor im Viertelfinale den Ski und büßte dadurch sogar auf Angerer ein. «Ich hatte gedacht, die Norweger laufen füreinander, aber das haben sie nicht gemacht», meinte Bundestrainer Behle zufrieden, nachdem auch dem Gesamt-Vierten Petter Northug nicht wie allgemein erwartet der Sieg überlassen worden war.
In seinem Schatten lief auch Franz Göring aus Zella-Mehlis sein bestes Sprint-Rennen. Der Sieger von Oberstdorf wurde 27. «Erstmals habe ich die Qualifikation überstanden. Das ist ein richtig gutes Resultat», meinte der Thüringer, der zwar seinen dritten Platz in der Gesamtwertung abgeben musste, als Fünfter mit 46,9 Sekunden Rückstand auf Angerer jedoch durchaus noch Chancen hat. «Der letzte Berg am Sonntag entscheidet. Dort geht es nicht um Sekunden. Selbst zwei Minuten sind da aufholbar», sagte Göring.
Hoch zufrieden war Behle mit der Team-Leistung der Frauen. Gleich fünf überstanden die Qualifikation und drei kamen ins B-Finale. Dort jubelte vor allem Nicole Fessel. Die Oberstdorferin kam überraschend auf Rang acht. «Ich bin super happy. Damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet. Und auch, dass es so leicht ging», sagte Fessel.
