DSV-Damen verärgern Cheftrainer Berthold
20.000 Zuschauer bejubelten beim einzigen Weltcup in einer Hauptstadt und dem höchst dotierten Damen-Rennen die Lokalmatadorin Anja Jelusic, die die pausierende Nationalheldin Janica Kostelic als Zweite glänzend vertrat. Doch auch die 20-Jährige konnte Schilds vierten Sieg im fünften Slalom-Rennen der Saison wie auch die Dritte Sarka Zahrobsk (Tschechien) nicht verhindern. In 1:59,40 Minuten lag Schild 1,66 Sekunden vor Jelusic und baute damit ihre Führung sowohl im Gesamtweltcup, als auch in der Disziplinwertung weiter aus.
Als Siebte lieferte Bergmann-Schmuderer ihr drittes Top-Ten- Resultat in dieser Saison ab, doch ganz zufrieden war sie nicht. «Das ist okay. Ich könnte mehr, das nervt ein bisschen. Das letzte Zutrauen fehlt noch», sagte die Abfahrts-Juniorenweltmeisterin von 1997. Bis zum Wochenende muss sie sich entscheiden, ob sie weiterhin im Alleingang die Rennvorbereitung angeht oder in den Kreis der Nationalmannschaft zurückkehrt.
Der Rest der deutschen Skidamen muss auf Besserung bei den von Maribor nach Kranjska Gora verlegten Technik-Rennen am Wochenende hoffen. Annemarie Gerg, die mit einem Knorpelschaden nur sehr gering trainieren kann, schied zum zweiten Mal nacheinander aus. Maria Riesch schlug nach einer Torkombination schlichtweg die falsche Richtung ein und beendete deshalb den ersten Durchgang nicht. «Im ersten Moment konnte ich gar nicht glauben, dass ich falsch gefahren bin», sagte die viermalige Weltcupsiegerin, der nach dem Sensations- Abfahrtssieg im Dezember weiter die Konstanz sucht. (nz)
