Miller siegt, Maier disqualifiziert
Stephan Keppler freute sich als Achter über das beste deutsche Super-G-Ergebnis seit fast sechs Jahren, Bode Miller düpierte mit einer Traumfahrt die Konkurrenz, und die Österreicher blieben zum achten Mal hintereinander ohne Sieg. Beim alpinen Weltcup im italienischen Gröden setzte Keppler am Freitag durch sein bestes Super-G-Resultat überhaupt den Aufschwung der deutschen Skiherren fort. Mit einer nicht fehlerfreien, aber couragierten Vorstellung lag der Ebinger 1,09 Sekunden hinter Miller.
«Das ist eine super gute Leistung. Die Strecke ist schwerer als die in Beaver Creek», lobte Alpin-Sportdirektor Wolfgang Maier. Mit Startnummer 34 hatte Keppler durch einen Husarenritt auf der technisch anspruchsvollen Saslong-Piste überzeugt. Johannes Stehle (Obermaiselstein) fuhr mit 3,17 Sekunden Rückstand auf Platz 47, Mathias Wölfl (München) schied bei seinem Weltcup-Debüt aus.
Hermann Maier kam zwar als Fünfter ins Ziel, wurde aber wegen eines Torfehlers disqualifiziert. Ohne Chance präsentierten sich Gesamt-Weltcupsieger Benjamin Raich als 45. und Vize-Weltmeister Michael Walchhofer als 26. Die jahrelange Dominanz der Österreicher ist in diesem Winter gebrochen - nur Raich gewann das Auftaktrennen Mitte November. Der Gesamtweltcup ist mit acht verschiedenen Siegern in neun Rennen ausgeglichen wie seit Jahrzehnten nicht mehr.
Im Gesamtweltcup behauptete der Norweger Aksel Lund Svindal seine Führung. Der drittplatzierte Kanadier John Kucera bleibt im Super-G- Weltcup vorn. In Gröden findet an diesem Samstag eine Abfahrt statt. (dpa)

