netzeitung.deKombinierer Haseney rettet Weltcup-Start

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Sebastian Haseney (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Sebastian Haseney
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Sebastian Haseny hat beim Weltcup-Start der Nordischen Kombinierer eine vordere Platzierung belegt. Den Sieg trug etwas überraschend ein junger Franzose davon.

Von Gerald Fritsche, Kuusamo

Sebastian Haseney hat den deutschen nordischen Kombinierern den Weltcup-Auftakt gerettet und die Vorschusslorbeeren von Bundestrainer Hermann Weinbuch gerechtfertigt. Der Zella-Mehliser kam im finnischen Kuusamo auf Rang drei und stürmte damit erstmals nach zweieinhalb Jahren wieder auf ein Siegerpodest. Dank fantastischer Sprünge machte der Franzose Jason Lamy Chappuis dort weiter, wo er am Ende der vergangenen Saison in Sapporo aufgehört hatte: Mit einem Sieg. Er hatte sich nach dem Springen weit abgesetzt und rettete so einen Vorsprung vor dem Finnen Hannu Manninen ins Ziel. Weltmeister Ronny Ackermann beendete den Wettbewerb als Neunter.

«Dank Hasi»
«Dank Hasi haben wir uns noch zurückgekämpft», sagte Weinbuch, nachdem es nach dem Springen schon nach einem Einbruch seiner Schützlinge ausgesehen hatte. Dort fanden sie bei schwierigen Bedingungen mit zum Teil starkem Rückenwind nicht wie erhofft die angekündigte Form. Zudem wurden sie Opfer der neuen Regelung, wonach nur noch die besten 35 nach dem ersten Durchgang zum zweiten Versuch und zum 15-Kilometer-Lauf antreten dürfen. So schieden Olympiasieger Georg Hettich (Schonach- Rohrhardsberg) und der hoch gehandelte Björn Kircheisen (Johanngeorgenstadt) als 41. und 47. aus.

«Es war ein schlechter Sprung, da gibt es nichts dran zu deuteln. Hoffentlich geht es nicht so weiter», meinte Hettich. Kircheisen sagte tief enttäuscht: «Morgen ist auch wieder ein Tag.» Ihm konnten die Trainer keinen Vorwurf machen. «Das war der Wind, der Sprung war technisch sauber», betonte Weinbuch.

Haseney sprühte dagegen vor Selbstbewusstsein. «Das war der Lohn für die Schinderei im Sommer. Ich habe das Training dosiert, mir eine neue technische Klasse beim Springen erarbeitet und vor allem Konstanz hinein gebracht», erklärte der Thüringer, der dank seiner überragenden Laufleistung gemeinsam mit Manninen und dem Norweger Magnus Moan das Feld aufrollte und am Ende im Sprint Moan noch abschüttelte. «Da habe ich noch mal auf die Zähne gebissen», erzählte Haseney, während Weinbuch resümierte: «Jetzt haben wir vier Spitzenleute. Wenn drei nicht stechen, dann eben Haseney.» (dpa)