Kombinierer Haseney rettet Weltcup-Start
Sebastian Haseney hat den deutschen nordischen Kombinierern den Weltcup-Auftakt gerettet und die Vorschusslorbeeren von Bundestrainer Hermann Weinbuch gerechtfertigt. Der Zella-Mehliser kam im finnischen Kuusamo auf Rang drei und stürmte damit erstmals nach zweieinhalb Jahren wieder auf ein Siegerpodest. Dank fantastischer Sprünge machte der Franzose Jason Lamy Chappuis dort weiter, wo er am Ende der vergangenen Saison in Sapporo aufgehört hatte: Mit einem Sieg. Er hatte sich nach dem Springen weit abgesetzt und rettete so einen Vorsprung vor dem Finnen Hannu Manninen ins Ziel. Weltmeister Ronny Ackermann beendete den Wettbewerb als Neunter.
«Es war ein schlechter Sprung, da gibt es nichts dran zu deuteln. Hoffentlich geht es nicht so weiter», meinte Hettich. Kircheisen sagte tief enttäuscht: «Morgen ist auch wieder ein Tag.» Ihm konnten die Trainer keinen Vorwurf machen. «Das war der Wind, der Sprung war technisch sauber», betonte Weinbuch.
Haseney sprühte dagegen vor Selbstbewusstsein. «Das war der Lohn für die Schinderei im Sommer. Ich habe das Training dosiert, mir eine neue technische Klasse beim Springen erarbeitet und vor allem Konstanz hinein gebracht», erklärte der Thüringer, der dank seiner überragenden Laufleistung gemeinsam mit Manninen und dem Norweger Magnus Moan das Feld aufrollte und am Ende im Sprint Moan noch abschüttelte. «Da habe ich noch mal auf die Zähne gebissen», erzählte Haseney, während Weinbuch resümierte: «Jetzt haben wir vier Spitzenleute. Wenn drei nicht stechen, dann eben Haseney.» (dpa)

