Petek siegt bei «Big Air» in Stockholm
12.11.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Petek siegt bei «Big Air» in Stockholm
Matevz Petek hat beim Weltcup der Snowboarder in Stockholm gewonnen. In der Disziplin «Big Air» siegte der Slowene vor zwei Finnen.
Matevz Petek hat in Stockholm den ersten Big Air des Fis-Snowboard- Weltcups für sich entschieden. Bei der Premiere der schwedischen Hauptstadt als Weltcup-Ausrichter im Olympiastadion setzte sich der in Celje lebende Boarder im Finale des neuen Knock-out-Modus mit 26,4 Punkten erfolgreich gegen Peetu Piiroinen (24,9) durch.
Der Finne, mit 18 Jahren jüngster Fahrer im Finale der besten 16, hatte zuvor seinen Landsmann Risto Mattila ausgeschaltet, der im Kampf um Platz Drei mit 25,9 Punkten die Oberhand über den Österreicher Florian Mausser (24,7) behielt.
«Das ist ein Wunder», jubelte Matevz Petek nach dem Finale. «Im Training habe ich kaum einen Trick gelandet, aber im Finale lief es dann von Sprung zu Sprung besser.» Neben seinem vierten Weltcup-Sieg freute sich der 23-Jährige einen Monat vor seinem Geburtstag vor allem über den im Vergleich zur Vorsaison geglückten Saisonstart: «Im letzten Winter habe ich die ersten beiden Finals verpasst und dadurch zu viel Rückstand im Big Air Weltcup gehabt, um die Kristallkugel anzugreifen.»
Finne muss sich beugenDer Dominanz des Slowenen musste sich letztlich auch Peetu Piiroinen beugen. Der Finne, der mit dem zweiten Platz sein bislang bestes Ergebnis wiederholte (2005 im österreichischen Kreischberg), war dennoch zufrieden: «Ich wollte ins Finale und dann schauen wie es läuft. Ich bin überglücklich, dass es so gut geklappt hat.»
Lob erntete das Nachwuchstalent von Risto Mattila, der dank seines dritten Rangs seine achte Big Air Weltcup-Podiumsplatzierung feiern konnte: »Peetu ist ein Riesentalent. Er fährt sehr stark und macht kaum Fehler. Von ihm darf man noch einiges erwarten. Ich selbst bin mit dem dritten Platz zufrieden, vor allem, weil ich den Cab 1080 sauber runter gebracht habe.«
Platz 38 nach langer PauseWeltcup-Sieger Stefan Gimpl aus Österreich landete auf Rang sechs. Alessandro Boyens vom SC Sonthofen kam als bester deutscher Starter auf Platz 38. Auch wenn Boyens enttäuscht war, zeigte er sich selbstkritisch: «Ich habe ein Jahr Weltcup-Pause gehabt, war Filmen und auf Fotoshootings, da kann man im ersten Weltcup-Wettkampf nicht gleich zu viel erwarten - auch wenn mehr drin gewesen wäre», lautete sein Resümee. (nz)