netzeitung.deMayer bei Amokfahrt angeblich verwirrt

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Walter Mayer (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Walter Mayer
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Der ehemalige österreichische Langlauftrainer Walter Mayer soll bei seiner Amokfahrt im Februar nicht zurechnungsfähig gewesen sein. Dies belegt jetzt angeblich ein Gutachten.

Der ehemalige österreichische Langlauf- und Biathlon-Trainer Walter Mayer soll bei seiner Amokfahrt am 19. Februar unzurechnungsfähig gewesen sein. Dies wird dem wegen Dopingverdachts bis 2010 von Olympischen Winterspielen ausgeschlossenen Coach in einem psychiatrischen Gutachten attestiert. Mayer hatte nach einer Doping-Razzia der italienischen Behörden im Olympia-Quartier der österreichischen Biathleten und Langläufer panikartig das Land verlassen und auf seiner Flucht in Paternion (Oberkärnten) ein Polizeiauto gerammt.

Akute Angst vor Festnahme
Mayers Rechtsanwalt Herwig Hasslacher sieht nun den Umstand gegeben, das Strafverfahren gegen Mayer in Österreich einzustellen. «Mein Mandant war zum Tatzeitpunkt nicht in der Lage, die Folgen seines Handelns zu erkennen», erläuterte Hasslacher. Mayer habe unter einer tief greifenden Bewusstseinsstörung, ausgelöst durch die akute Angst vor einer Festnahme durch die italienischen Behörden, gelitten. Bei einer Anklage durch die Staatsanwaltschaft könnten Mayer wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt, schwerer Körperverletzung und Sachbeschädigung bis zu drei Jahren Haft drohen.

Der wegen der «Blutbeutel-Affäre» bei den Olympischen Winterspielen 2002 vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) gesperrte Mayer hatte mit seiner unerlaubten Anwesenheit im Team- Quartier der Österreicher am 18. Februar eine Doping-Razzia ausgelöst. Der Österreichische Skiverband (ÖSV) entließ den 48- Jährigen nach den Vorfällen in Turin fristlos. (nz)