Schweden schreibt Eishockey-Geschichte
Dritter wurde der Olympia-Zweite Finnland nach dem unerwartet klaren 5:0 (1:0, 2:0, 2:0) im kleinen Finale gegen Rekordchampion Kanada. Vor drei Monaten hatten die Schweden mit 3:2 über ihre finnischen Nachbarn Gold in Turin geholt.
In einem unspektakulären und frühzeitig spannungslosen Endspiel geriet der mit zwölf WM-Neulingen angetretene Titelverteidiger unglücklich in Rückstand. Nach einem Pressschlag von Mattsson und Milan Richter segelte der Puck in hohem Bogen gemächlich ins Tor. Keeper Milan Hnilicka hatte die Scheibe aus den Augen verloren. Nur 37 Sekunden später lag sie schon wieder in seinem Netz, als Emwall einen Schuss von Mattsson unhaltbar abfälschte.
Davon erholten sich die Tschechen nicht mehr, nachdem sie im Viertelfinale gegen Russland und Halbfinale gegen Finnland jeweils Rückstände aufgeholt hatten. Die kompakten und auch spielerisch überlegenen Schweden konnten danach ihre abwartende Taktik spielen. Ohne ihre Stars wie den zurückgetretenen Jaromir Jagr fehlte den in Riga defensiver agierenden Tschechen der nötige Esprit in der Offensive. Dagegen spielte Michael Nylander Verteidiger Kronwall, der zum wertvollsten Spieler des Turniers gewählt wurde, vor dem 3:0 mit einem maßgerechten Steilpass herrlich frei. DEL- Schiedsrichter Richard Schütz aus Moers hatte in seinem ersten WM- Finale keine Mühe mit der fairen Partie.
