netzeitung.deÖsterreicher weiter unter Doping-Verdacht

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Des Dopings verdächtigt: Biathlet Wolfgang Rottmann (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Des Dopings verdächtigt: Biathlet Wolfgang Rottmann
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Drei österreichische Biathleten stehen weiter unter Dopingverdacht. Die Ermittlungen gegen Trainer Walter Mayer wurden dagegen eingestellt.

Auch knapp zwei Monate nach dem Skandal im österreichischen Biathlon-Lager bei den Olympischen Winterspielen in Turin stehen drei Athleten weiter unter Doping-Verdacht. Nach Angaben des österreichischen Skiverbandes ÖSV konnte der «Verdacht der Anwendung unerlaubter Methoden bzw. der Zuführung verbotener Substanzen» bei drei Verdächtigen vorerst nicht ausgeschlossen werden. «Es gibt Indizien in diese Richtung, aber für alle gilt die Unschuldsvermutung», sagte Arnold Riebenbauer, der Vorsitzende der ÖSV-Disziplinarkommission, der österreichischen Nachrichtenagentur APA. Die Beschuldigungen gegen Langlauf-Trainer Walter Mayer wegen «organisierten Dopings» entbehren hingegen nach ÖSV-Angaben jeglicher Grundlage.

Karriereende für zwei Angeklagte
Bei den Athleten handelt es sich um die beiden Biathleten Wolfgang Rottmann und Wolfgang Perner sowie einen namentlich nicht genannten noch immer der Nationalmannschaft angehörenden Sportler. Gegen ihn soll nun ein Disziplinarverfahren eröffnet werden. Dort soll auch geklärt werden, ob bei ihm eine medizinische Indikation vorliege. «Das Verfahren kann also mit einem Freispruch enden», sagte Riebenbauer. Perner und Rottmann, die Anfang März ihre Karrieren angesichts der «ungerechtfertigten Doping-Vorwürfe sowie der Behandlung während und nach der Razzia in Turin» beendet hatten, unterliegen hingegen nicht mehr der ÖSV-Gerichtsbarkeit und konnten deshalb vom Disziplinarausschuss auch nicht befragt werden. Sie hatten auf Anraten ihres Anwalts mit Hinblick auf das in Italien laufende Verfahren eine Einladung des ÖSV ausgeschlagen.

Perner und Rottmann waren nach einer Doping-Durchsuchung der italienischen Behörden in Turin am 18. Februar gemeinsam mit Trainer Emil Hoch aus Italien geflohen und waren deshalb vom österreichischen Verband aus dem Olympia-Team ausgeschlossen worden.

Ermittlung gegen Mayer eingestellt
Unterdessen leitete der ÖSV gegen Mayer, dessen ÖSV-Vertrag genau wie der von Hoch nicht verlängert wurde, keine Ermittlungen ein. Das Auftauchen des nach der «Blutbeutelaffäre» von Salt Lake City - damals waren im Quartier der Sportler nach den Olympischen Spielen vor vier Jahren Blutbeutel und Injektionsnadeln gefunden worden - vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) bis 2010 gesperrten Mayer hatte im österreichischen Olympiaquartiers in Turin zwei Razzien ausgelöst. Dabei waren nach Angaben der italienischen Staatsanwaltschaft rund 100 Spritzen, 30 Schachteln mit Medikamenten und diverse Apparate für Bluttests und -transfusionen entdeckt worden. (nz)