Der vom kroatischen Trainer Ante Kostelic gesetzte Lauf wies einige Tücken auf und stellte die ersten drei Starterinnen vor unlösbare Probleme. «Da sind die Funkgeräte am Start heiß gelaufen», sagte Petra Haltmayr über ein schwer zu fahrendes Tor im Zielhang. Tochter Janica konnte von der Kurssetzung ihres Vaters nicht profitieren: Die viermalige Olympiasiegerin wurde nur 14. Trotzdem verteidigte Janica Kostelic mit 1400 Punkten ihre Führung vor Dorfmeister (1162) und Titelverteidigerin Anja Pärson (Schweden/1161). Bereits vor dem letzten noch ausstehenden Rennen sicherte sich Dorfmeister die kleine Kristallkugel mit 546 Punkten vor ihrer Teamkollegin Alexandra Meißnitzer.Eine halbe Sekunde hinter dem Sieger-Trio zurück fuhr Petra Haltmayr auf Platz zehn. Vielleicht wäre sogar mehr drin gewesen, wenn die 30-Jährige an einer der Stelle «nicht dem Ski hinterhergefahren» wäre. Nicht unzufrieden über ihr zweitbestes Super-G-Resultat in ihrem letzten Weltcup-Winter war Martina Ertl- Renz: «Ich habe eine Welle übersehen. Ich denke, es war ein besserer Super-G als zuletzt. Ich sehe es positiv», sagte sie. Die 32-Jährige hatte vor zwölf Jahren auf diesem Hang die olympische Silbermedaille im Riesenslalom geholt. (nz)