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Drei Läuferinnen beim Super-G zeitgleich

03. Mrz 2006 12:29, ergänzt 13:58
Michaela Dorfmeister
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Bei der Siegerehrung zum Super-G der Damen in Halfjell wird es auf dem obersten Treppchen ziemlich eng. In der Geschichte des Weltcups ist dies aber kein Einzelfall.

Bei der knappsten Entscheidung in der Geschichte des alpinen Weltcups teilten sich gleich drei Skirennläuferinnen den Sieg. Die Amerikanerin Lindsey Kildow, Nadja Styger aus der Schweiz sowie die Österreicherin Michaela Dorfmeister gewannen am im norwegischen Hafjell in 1:18,65 Minuten den Super-G. «Irgendwie kommt in dieser Saison alles an Glück zurück. Jetzt kann ich den Lohn ernten, weil ich immer so hart gearbeitet hab», sagte Olympiasiegerin Dorfmeister, die sich auch den Disziplinen-Weltcup sicherte.

Petra Haltmayr (Rettenberg) fuhr auf Platz zehn, Martina Ertl-Renz aus Lenggries wurde 15. Beide Deutsche sicherten sich damit die Teilnahme im letzten Super-G-Rennen der Saison beim Weltcup-Finale Mitte März im schwedischen Are.

Vanderbeek geht leer aus

Das geschichtsträchtige Rennen im Ort der olympischen Alpin-Wettbewerbe von 1994 hatte in der Kanadierin Kelly Vanderbeek die tragische Figur. Nur eine hundertstel Sekunde zurück reichte es für sie noch als Vierte nicht zum Platz auf dem Siegerpodest. Zwischen dem Siegertrio und der Achtplatzierten Kathrin Zettel (Österreich) lagen gerade einmal 0,12 Sekunden. Erst einmal hatte es drei Siegerinnen gegeben. Beim Riesenslalom 2002 in Sölden lagen Tina Maze (Slowenien), Nicole Hosp (Österreich) und Andrine Flemmen (Norwegen) gemeinsam vorn. Bei einem Speed-Rennen jedoch ist ein Dreifach-Sieg ein Novum.

Kniffeliger Kurs

Der vom kroatischen Trainer Ante Kostelic gesetzte Lauf wies einige Tücken auf und stellte die ersten drei Starterinnen vor unlösbare Probleme. «Da sind die Funkgeräte am Start heiß gelaufen», sagte Petra Haltmayr über ein schwer zu fahrendes Tor im Zielhang. Tochter Janica konnte von der Kurssetzung ihres Vaters nicht profitieren: Die viermalige Olympiasiegerin wurde nur 14. Trotzdem verteidigte Janica Kostelic mit 1400 Punkten ihre Führung vor Dorfmeister (1162) und Titelverteidigerin Anja Pärson (Schweden/1161). Bereits vor dem letzten noch ausstehenden Rennen sicherte sich Dorfmeister die kleine Kristallkugel mit 546 Punkten vor ihrer Teamkollegin Alexandra Meißnitzer.

Eine halbe Sekunde hinter dem Sieger-Trio zurück fuhr Petra Haltmayr auf Platz zehn. Vielleicht wäre sogar mehr drin gewesen, wenn die 30-Jährige an einer der Stelle «nicht dem Ski hinterhergefahren» wäre. Nicht unzufrieden über ihr zweitbestes Super-G-Resultat in ihrem letzten Weltcup-Winter war Martina Ertl- Renz: «Ich habe eine Welle übersehen. Ich denke, es war ein besserer Super-G als zuletzt. Ich sehe es positiv», sagte sie. Die 32-Jährige hatte vor zwölf Jahren auf diesem Hang die olympische Silbermedaille im Riesenslalom geholt. (nz)

 
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