Gerg verletzt sich im Training
Mit Gips und umgehend angefertigter Spezialmanschette will die 30- Jährige am Mittwoch mit Startnummer 27 zunächst im Riesenslalom und einen Tag später im Slalom an den Start gehen. Vier Wochen wird es dauern, bis die Verletzung vollständig ausgeheilt ist. Die Olympischen Winterspiele in Turin beginnen am 10. Februar.
Die gerade so gut in Fahrt gekommene Annemarie Gerg verletzte sich beim Riesenslalom-Training in Lienz, als sie eine Stange mit der Hand heftig berührte und sich einen mehrfachen Daumenbruch zuzog. Die Lenggrieserin wurde nach dem Unfall zunächst in Lienz und dann in Bad Reichenhall behandelt. «Das schockt uns nicht mehr», sagte Cheftrainer Maier und wollte das Verletzungspech der deutschen alpinen Ski-Mannschaft nicht mehr kommentieren: «Keine Ahnung, woran das liegt.»
Trotz aller Rückschläge kämpft das alpine DSV-Team vor den Spielen in Turin vorbildlich. Auch Annemarie Gerg will in Lienz unbedingt um Weltcup-Punkte fahren. «Wir werden alles tun, damit sie fahren kann», sagte Techniktrainer Matthias Berthold. Die derzeit stärkste deutsche Skirennfahrerin hat ihre Olympia-Qualifikation bereits bei den Überseerennen mit Platz fünf im Slalom erkämpft. «Ich bin zum ersten Mal seit vielen, vielen Jahren frei von Verletzungen», sagte sie über das Geheimnis ihres späten Erfolges. Die Lenggrieserin war schon als «ewiges Talent» abgestempelt worden. (nz)

