netzeitung.deGerg verletzt sich im Training

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Annemarie Gerg (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Annemarie Gerg
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Die derzeit beste deutsche Skirennfahrerin Annemarie Gerg hat einen Rückschlag einstecken müssen. Die Lenggrieserin reihte sich in die Verletztenliste der DSV-Athletinnen ein.

Die Verletzungsmisere der deutschen alpinen Skirennfahrer im Olympia-Winter hat sich fortgesetzt: In Annemarie Gerg hat sich die zuletzt stärkste Fahrerin am Dienstag im Training den linken Daumen gebrochen. Der Einsatz der Lenggrieserin bei den Weltcup-Rennen am Mittwoch und Donnerstag in Lienz in Österreich ist fraglich. «Wir werden es versuchen, aber wenn es nicht geht, lassen wir sie nicht fahren», sagte Cheftrainer Wolfgang Maier.

Mit Gips und umgehend angefertigter Spezialmanschette will die 30- Jährige am Mittwoch mit Startnummer 27 zunächst im Riesenslalom und einen Tag später im Slalom an den Start gehen. Vier Wochen wird es dauern, bis die Verletzung vollständig ausgeheilt ist. Die Olympischen Winterspiele in Turin beginnen am 10. Februar.

Gerg weckt Medaillenhoffnungen für Turin
Nach dem verletzungsbedingten Karriereende von Hilde Gerg (Lenggries) und dem Olympia-Aus für Maria Riesch (Partenkirchen) nach einem weiteren Kreuzbandriss hatte Annemarie Gerg kurz vor Weihnachten beim Slalom in Spindleruv Mlyn in Tschechien mit Platz vier überzeugen können. Neben ihrer Clubkollegin Martina Ertl-Renz ist sie zur Hoffnungsträgerin der von Verletzungen heimgesuchten Alpinen des Deutschen Ski-Verbandes (DSV) aufgestiegen.

Die gerade so gut in Fahrt gekommene Annemarie Gerg verletzte sich beim Riesenslalom-Training in Lienz, als sie eine Stange mit der Hand heftig berührte und sich einen mehrfachen Daumenbruch zuzog. Die Lenggrieserin wurde nach dem Unfall zunächst in Lienz und dann in Bad Reichenhall behandelt. «Das schockt uns nicht mehr», sagte Cheftrainer Maier und wollte das Verletzungspech der deutschen alpinen Ski-Mannschaft nicht mehr kommentieren: «Keine Ahnung, woran das liegt.»

Neureuther und Vogl angeschlagen
In Felix Neureuther (Partenkirchen) und Alois Vogl (Zwiesel) sind auch die beiden einzigen deutschen Ski-Herren von Weltformat angeschlagen. Florian Eckert (Partenkirchen) und Max Rauffer (Leitzachtal) hatten ihre Karrieren genau wie Hilde Gerg aus gesundheitlichen Gründen beendet.

Trotz aller Rückschläge kämpft das alpine DSV-Team vor den Spielen in Turin vorbildlich. Auch Annemarie Gerg will in Lienz unbedingt um Weltcup-Punkte fahren. «Wir werden alles tun, damit sie fahren kann», sagte Techniktrainer Matthias Berthold. Die derzeit stärkste deutsche Skirennfahrerin hat ihre Olympia-Qualifikation bereits bei den Überseerennen mit Platz fünf im Slalom erkämpft. «Ich bin zum ersten Mal seit vielen, vielen Jahren frei von Verletzungen», sagte sie über das Geheimnis ihres späten Erfolges. Die Lenggrieserin war schon als «ewiges Talent» abgestempelt worden. (nz)