26.11.2005
Herausgeber: netzeitung.de
Tobias Angerer (l.) und Jens Filbrich
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Langläufer Tobias Angerer hat den Weltcup-Lauf über 15 Kilomter klassisch in Kuusamo gewonnen. Doch nicht nur Angerer sorgte für ein positives deutsches Abschneiden.
Nach dem Sturmlauf zum zweiten Weltcupsieg seiner Karriere küsste Tobias Angerer vor Freude seine Ski und jubelte ausgelassen über den unerwarteten Coup zum Beginn des Olympia- Winters. In Abwesenheit des erkrankten Titelverteidigers Axel Teichmann krönte der Vachendorfer mit dem überraschenden Erfolg über 15 Kilometer im klassischen Stil am Samstag die starke Vorstellung der deutschen Langläufer beim Weltcup in Kuusamo.
Jens Filbrich (Frankenhain) lief wie zuvor Claudia Künzel (Oberwiesenthal) beim Sieg der Norwegerin Marit Björgen über zehn Kilometer der Damen auf Rang drei. «Heute hat man gesehen, was wir drauf haben. Ich bin sehr zufrieden», sagte Bundestrainer Jochen Behle.
Angerer und Filbrich vorn wegVon Beginn an bestimmten Angerer und Filbrich das Tempo im Feld. «Es lief sensationell. Ich hatte einen guten Rhythmus und einen super Ski am Fuß. Es hat einfach alles gestimmt», sagte Angerer. Der Bayer trainiert seit dem Sommer mit Teichmann und Filbrich in Oberhof und hat sich dort vor allem in der klassischen Technik stark verbessert. «Ich habe jetzt das Selbstvertrauen zu sagen, ich gehöre zu den Besten der Welt. Mein Anspruch ist es, in jedem Rennen unter die Top Ten zu kommen», sagte Angerer.
In 36:32,8 Minuten verwies der 28-Jährige den Norweger Jens Arne Svartedal (+1,7 Sekunden) und Filbrich (+8,0) auf die Plätze. «Ich bin happy, auch wenn ich den Sieg knapp verpasst habe. Dieser Erfolg wird mir einen Schub geben», erklärte Filbrich. René Sommerfeldt (Oberwiesenthal) als 10. und Youngster Benjamin Seifert (Hammerbrücke) auf Rang 15 konnten ebenfalls überzeugen.
Künzel begeistert«Einfach unglaublich, das ist ein Hammer. Ich bin total überrascht», jubelte auch Künzel nach ihrem dritten Platz mit 33,7 Sekunden Rückstand auf Weltcup-Spitzenreiterin Björgen (26:33,0 Minuten), die im dritten Rennen ihren dritten Saisonsieg feierte. Viola Bauer (Oberwiesenthal) als 8., Stefanie Böhler (Ibach) auf Rang zwölf und Evi Sachenbacher-Stehle (Reit im Winkl) als 15. komplettierten das gute Abschneiden der DSV-Läuferinnen.
Bei der Zwischenzeit nach sechs Kilometern hatte Künzel noch auf Rang 7 gelegen. «Es war meine Taktik, etwas langsamer anzugehen und hinten raus zuzulegen. Das ist aufgegangen», sagte die 27 Jahre alte Oberwiesenthalerin. Grund zur Freude hatte auch ihre Vereinskollegin Viola Bauer, die mit ihrem 8. Platz die Olympia-Norm erfüllte. «So ein Ergebnis ist mir im November noch nie gelungen. Ich bin brutal überrascht, dass es schon so gut läuft», stellte die als Saison- Spätstarterin bekannte Staffel-Olympiasiegerin fest. (nz)