21.11.2005
Herausgeber: netzeitung.de
Cindy Klassen
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Anni Friesinger und Cindy Klassen haben sich beim Eisschnelllauf-Weltcup in Salt Lake City ein Duell der Extraklasse geliefert. Sabine Völker wurde sehr gute Fünfte.
Anni Friesinger hat beim Eisschnelllauf-Weltcup in Salt Lake City ihren dritten Sieg verpasst und den 1500-Meter-Weltrekord wieder an Weltmeisterin Cindy Klassen verloren. Die Kanadierin gewann am Sonntag in fantastischen 1:51,79 Minuten und war dabei gleich 1,43 Sekunden schneller als Olympiasiegerin Friesinger vor zwei Wochen in Calgary.
«Das war dicht am perfekten Rennen» sagte Klassen nach ihrem zehnten Weltcup-Sieg. «Ich bin besonders mit meiner Höchstgeschwindigkeit zufrieden. Die hat mir voriges Wochenende gefehlt. Ich habe sie ganz gut gehalten und bin am Ende nicht zu sehr gestorben. In Turin will ich auf einem noch höheren Niveau laufen.» Klassens Zeit hätte vor zehn Jahren bei den Herren noch zu Siegen gereicht.
Anschütz ElfteDie 28 Jahre alte Friesinger belegte nach ihren beiden Siegen über 1000 Meter diesmal Platz zwei, nachdem sie mit 1:53,19 Minuten als erste Läuferin im Wettbewerb unter ihrer bisherigen 1500-Meter-Bestmarke geblieben war. Auf Rang drei lief in Christine Nesbitt (1:54,43) eine weitere Kanadierin. Die Olympia-Zweite Sabine Völker (1:54,57) wurde sehr gute Fünfte, ihre Erfurter Clubkameradin Daniela Anschütz (1:55,55) Elfte.
Zuvor verpasste die Chinesin Manli Wang nur knapp den Weltrekord über 500 Meter. Die Weltmeisterin gewann das zweite Saisonrennen in 37,28 Sekunden und war damit nur sechs Hundertstel langsamer als Olympiasiegerin Catriona LeMay-Doan aus Kanada vor knapp vier Jahren.
Schwache deutsche FrauenSchwächer schnitten diesmal die deutschen Läuferinnen ab. Nach Platz vier zum Auftakt kam die Berlinerin Jenny Wolf auf Rang neun, unterbot aber in 37,88 Sekunden erstmals die 38-Sekunden- Grenze. Sabine Völker (38,00) belegte Platz elf. Ex-Weltmeisterin Monique Garbrecht-Enfeldt (38,61) ist nach langer Pause weiter weit von der Spitze entfernt. Die Berlinerin schaffte nur Platz 22.
Im Herren-Sprint wiederholte der Japaner Joji Kato seinen Erfolg vom Samstag. Der Weltmeister siegte diesmal in 34,55 Sekunden, nachdem er sich tags zuvor in 34,30 Sekunden den Weltrekord geholt hatte. Bester Deutscher war Dino Gillarduzzi (35,48) aus Inzell auf Rang 29. (nz)