netzeitung.deKein deutscher Skilangläufer in Endrunde

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Claudia Künzel kämpft sich durch den Kunstschnee. (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Claudia Künzel kämpft sich durch den Kunstschnee.
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Skilangläuferin Claudia Künzel hat mit einem fünften Platz in Düsseldorf das beste deutsche Ergebnis abgeliefert. Für die Männer war bereits nach den Vorläufen Schluss.

Die deutschen Skilangläufer sind nur mäßig in den Olympia-Winter gestartet. Beim Weltcup-Auftakt in Düsseldorf erreichte am Samstag kein Athlet des Deutschen Ski-Verbandes (DSV) die Endrunde. Mit Rang fünf sorgte Staffel-Olympiasiegerin Claudia Künzel aus Oberwiesenthal für das beste Ergebnis. Im Finale setzte sich die norwegische Weltcup-Gesamtsiegerin Marit Bjoergen vor der Finnin Aino Kaisa Saarinen und Natalia Matveeva aus Russland durch.
Kunstschnee und Regen
Für die deutschen Männer war bereits nach den Vorläufen auf der Kunstschnee-Loipe am Rheinufer Schluss. Vor etwa 15.000 dem Regen trotzenden Zuschauern feierte Peter Larsson bei der vierten Auflage des Weltcup-Auftakts in Düsseldorf seinen vierten Sieg. Der Schwede, der noch kein anderes Weltcup-Rennen gewinnen konnte, verwies den Norweger Tor Arne Hetland und Thobias Fredriksson (Schweden) auf die Plätze.

«Ich habe schon mit dem Finale geliebäugelt, aber nach den Startproblemen im Halbfinale war nicht mehr drin», sagte Künzel, die im Vorjahr Platz vier belegt hatte. Obwohl keine weitere DSV-Athletin die Runde der letzten 16 erreichte, war Bundestrainer Jochen Behle von der Leistung seines Frauenteams angetan.

«Fast alle sind in den Punkten, da sind wir natürlich zufrieden. Das war ein positives Signal von der ganzen Mannschaft für die Teamsprints», sagte der 45- Jährige. Auch die wie gewohnt strahlende Evi Sachenbacher-Stehle (Reit im Winkl) war trotz ihres 20. Platzes nicht enttäuscht. «Ich bin positiv überrascht. Für mich wird's eher morgen mein Rennen», sagte sie.

Keine Sprintnation mehr
Trotz des mäßigen Abschneidens der DSV-Männer, bei denen Nachwuchsläufer Toni Lang (Hauzenberg) als 23. das beste Resultat einfuhr, wollte Behle seine Athleten nicht zu scharf kritisieren: «Das ist für mich keine Enttäuschung, das war abzusehen. Wir sind nun mal keine Sprint-Nation mehr.» Auch Staffel-Vizeweltmeister Tobias Angerer aus Vachendorf erklärte seinen 24. Platz mit der Spezialisierung auf die längeren Distanzen. «Du kannst nicht mehr auf Sprints und Langstrecken trainieren», sagte der Vorjahres-Siebte. Nach dem Ende der vergangenen Saison hatte Behle eine spezielle Sprintgruppe wegen mangelnder Erfolge aufgelöst.

Den Wettbewerben am Sonntag blickt der Bundestrainer dennoch zuversichtlich entgegen. «Morgen kann es anders aussehen. Die Teamsprints gehen mehr auf Distanz. Das liegt uns besser», sagte er. (nz)