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Lupe Sachenbacher-Stehle versucht Neuanfang

Nach zwei letztlich verloren Jahren will Langläuferin Evi Sachenbacher- Stehle im Olympiajahr wieder angreifen. Die Saisonvorbereitung verlief bislang optimal.

Von Eric Dobias

Die Strahlefrau des deutschen Skilanglaufs hat derzeit allen Grund zum Lachen. Beflügelt von der Liebe und dem Ende der Diskussionen um ihre Person will Evi Sachenbacher-Stehle im Olympia-Winter wieder angreifen. «In meinem Umfeld hat sich alles beruhigt. Für mich ist es unheimlich wichtig, dass wieder alles passt. Ich freue mich auf die Saison», sagte die Bayerin vor dem Weltcup-Auftakt am Wochenende in Düsseldorf.

Nach den Leistungseinbrüchen in den vergangenen zwei Jahren mit dem vorzeitigen WM-Ende als negativem Höhepunkt wähnt sich nicht nur Sachenbacher-Stehle auf einem guten Weg zurück in die Weltspitze. «Evi macht einen guten Eindruck. Wir haben ein paar Veränderungen im Trainingsbetrieb vorgenommen und die Fehler abgestellt. Das hat ihr gut getan. Ich bin sehr zufrieden mit ihrer Vorbereitung», erklärte Bundestrainer Jochen Behle.

Wieder ins Team integriert
Zwar trainiert die mit dem alpinen Rennläufer Andreas Stehle verheiratete 24-Jährige weiter bei Wolfgang Pichler, doch anders als in den Vorjahren ist sie auch in alle zentralen Maßnahmen des Deutschen Skiverbandes (DSV) eingebunden. «Sie ist wieder in das Team integriert», stellte Behle zufrieden fest.

Bei einem Gespräch mit der Skiläuferin und Pichler hatte der Bundestrainer im Frühjahr die Differenzen aus der Vergangenheit ausgeräumt und mit einem Machtwort die Linie für die Olympia-Saison vorgegeben. «Es war keine schöne Zeit, und vielleicht bin ich etwas härter geworden. Aber es hat auch Vorteile, wenn man daraus lernt», sagte Sachenbacher-Stehle im Rückblick.

Vor allem die von Behle verordneten längeren Regenerationszeiten haben der zierlichen Blondine aus Reit im Winkl gut getan. «Wenn es im Winter so weiter läuft wie bisher, bin ich sehr zufrieden. Die Tests waren in Ordnung», berichtete Sachenbacher-Stehle über die gelungene Saison-Vorbereitung. Die hat sie - anders als in den Vorjahren - ohne gesundheitliche Probleme bestreiten können.

Gesundheit das Wichtigste
Ihr erstes Ziel ist es deshalb, gesund zu bleiben. «Der Rest ergibt sich. Bei den Olympischen Winterspielen strebe ich eine Medaille an», sagte die Staffel-Olympiasiegerin von Salt Lake City. Dafür hat sie nach den Flitterwochen gemeinsam mit ihrem Mann hart trainiert. «Wir haben das genossen, denn im Winter sehen wir uns ja nicht oft. Mein Mann will auch zu Olympia», verriet die Bayerin.

Für den Sprint-Weltcup am Samstag und Sonntag in Düsseldorf rechnet sie sich allerdings kaum etwas aus. «Da werde ich sicher nicht vorne mitlaufen können. Den Wettkampf nehme ich mit, weil dort eine tolle Atmosphäre herrscht», erklärte Sachenbacher-Stehle. (dpa)