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Späth deutscher Skisprungmeister

22. Jul 2005 22:50
Georg Späth in Hinterzarten.
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Georg Späth ist zum ersten Mal deutscher Meister im Skispringen geworden. Jens Gaiser holte zuvor den Titel in der Sprintentscheidung der nordischen Kombinierer.

Der Oberstdorfer Georg Späth hat zum ersten Mal den deutschen Einzeltitel im Skispringen gewonnen. Der 24-jährige Mannschafts-Vizeweltmeister gewann am Freitagabend vor rund 1000 Zuschauern in Hinterzarten mit 262,5 Punkten für Sprünge auf 101 und 103 Meter. Er verwies Michael Uhrmann aus Rastbüchl (262,5/100,5+102) und den Berchtesgadener Michael Neumayer (259,0/99,5+103,5) auf die Plätze.

Favorit Martin Schmitt (Furtwangen) wurde Vierter. «Nach einem zweiten und dritten Platz in den Vorjahren war es endlich mal an der Zeit. Es war mein Ziel, hier zu gewinnen», sagte Späth, der bisher vier Mal mit der Mannschaft Bayerns erfolgreich war.

Schmitt unzufrieden

Schmitt war mit seinen Sprüngen auf 97 und 102 Meter nicht zufrieden, haderte aber nicht mit seiner Leistung. «Das war ein sehr durchwachsener Wettkampf. Aber ich bin insgesamt im Soll, was das Training betrifft. Leider fehlt noch etwas die Konstanz», sagte der Schwarzwälder. Mannschafts-Olympiasieger Uhrmann präsentierte sich dagegen in deutlich aufstrebender Form.

«Das war schon viel besser als im Teamspringen», freute sich der 26-Jährige. Endgültig in der deutschen Spitze hat sich Neumayer etabliert, der konstant gute Sprünge auf der Adlerschanze zeigte.

Nur wenige Stunden zuvor hatte sich Jens Gaiser aus Mittelthal- Obertal den deutschen Meistertitel in der Sprintentscheidung der nordischen Kombinierer geholt. Der 26-Jährige setzte sich vor rund 2000 Zuschauern nach einem Sprung und einem Lauf mit den Inline- Skates über 7,5 Kilometer mit 0,9 Sekunden gegen den Oberhofer Stephan Münchmeyer durch.

Gaiser holt Rückstand auf

Dritter wurde Titelverteidiger Georg Hettich aus Schonach-Rohrhardsberg (+1,4). Nach dem Springen lag Gaiser mit einem Rückstand von 26 Sekunden auf Hettich noch auf dem achten Platz. «Ich habe mir schon eine Chance ausgerechnet. Ich bin zufrieden, allerdings ist im Springen noch einiges mehr drin», sagte der neue Champion.

Zufrieden war auch Bundestrainer Hermann Weinbuch mit seinen Schützlingen. «In Anbetracht dessen, dass sie aus dem vollen Training kommen, habe ich nicht mehr erwartet. Im Laufen fehlt noch die Spritzigkeit», sagte der Bayer. Sichtlich gut gelaunt war auch Doppelweltmeister Ronny Ackermann (Dermbach), der nur zwei Wochen nach seinem Bänderanriss im Sprunggelenk den fünften Platz (+3,29 belegte. «Ich konnte schmerzfrei laufen, aber am Ende fehlte die Kraft», so der 28-jährige Thüringer. Schnellster des Tages war der Österreicher Mario Stecher, der allerdings außer der Wertung lief. (nz)

 
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