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Eishockey-Nationalteam droht Abstieg

05. Mai 2005 22:52
Thierry Paterlini (l.) kämpft mit DEB-Spieler Marcel Goc.
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Auch gegen die Schweizer Eishockey-Auswahl hat sich das DEB-Team bei der WM in Österreich nicht durchsetzen können. Der Abstieg ist nur noch mit großer Mühe zu verhindern.

Der erneute Sturz in die Eishockey-Zweitklassigkeit rückt für die deutsche Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft bedrohlich nah. Die desolate DEB-Auswahl muss nach dem 1:5 (1:1, 0:1, 0:3) gegen die Schweiz erstmals seit 1998 den bitteren Gang in die Abstiegsrunde antreten und trifft dort an diesem Freitag (16.15 Uhr) in Wien auf Gastgeber Österreich. Weitere Kontrahenten sind am Montag (12.15 Uhr) Slowenien und am Dienstag (12.15 Uhr) Dänemark. Beide Partien finden in Innsbruck statt.

Furchner erzielt das Tor

Mehr in der Netzeitung:
  • Spielplan Eishockey-WM 28. Apr 2005 09:50, ergänzt 15. Mai 2005 22:47
  • Slowenien muss in WM-Abstiegsrunde 05. Mai 2005 19:25
  • Die Schweizer Ivo Rüthemann (6. Minute), Martin Plüss (29./52.), Patrick Fischer (49.) mit Überzahl-Toren und Beat Forster (53.) gegen die schon zu diesem Zeitpunkt ohne Torwart spielenden Deutschen verhinderten mit ihren Treffern gerechtermaßen den notwendigen Sieg der Mannschaft von Bundestrainer Greg Poss, für die Sebastian Furchner (16.) nur das Tor zum 1:1 schaffte. Damit missglückte die Revanche für das 0:1 vor einem Jahr in Prag, durch das der Erzrivale dem DEB-Team den Einzug ins Viertelfinale verwehrt hatte. Schon während des Spiels verlor Kapitän Jan Benda die Nerven und musste nach einem Stockfoul vorzeitig duschen gehen (38.).

    Erneut wurde die von Poss ausgegebene Taktik frühzeitig über den Haufen geworfen. «Hauptsache ist, dass wir das erste Tor schießen und keines zulassen», hatte der Amerikaner gefordert. Doch als Jochen Hecht nach Rettung in höchster Not vor dem eigenen Tor auf der Strafbank saß, nutzte dies Rüthemann. Sein Schuss in den kurzen Torwinkel zischte über die Schulter von Torhüter Oliver Jonas, der diesmal den Vorzug vor Robert Müller bekommen hatte.

    Geschockt

    Wie beim 1:2 gegen Kasachstan und dem 0:2 gegen Tschechien wirkte das deutsche Team geschockt, weil nun klar war, dass zum Weiterkommen mindestens drei Tore notwendig waren. Das Selbstvertrauen stieg kurz, als Furchner mit einem mächtigen Schlagschuss zum Ausgleich traf. Allerdings waren die Schweizer in Überzahl klar besser. Diese Überlegenheit spielten die Eidgenossen beim 1:2 durch Plüss aus. Der Spieler mit der Nummer 28 schloss nach 28:28 Minuten bei einer Strafzeit gegen Lasse Kopitz eine gelungene Kombination ab.

    Danach zählte ein Tor von Daniel Kreutzer nicht, weil bereits abgepfiffen war (36.). Wenig später traf der offenbar frustrierte Jan Benda bei deutscher Überzahl den Schweizer Flavien Conne im Gesicht und musste in die Kabine. Die Entscheidung war gefallen, als Fischer durch die Beine von Jonas zum 1:3 einschob. Diesmal saß Sven Felski auf der Strafbank. Als danach Hecht zuschaute, traf erneut Plüss. Forster konnte schließlich zum Endstand ins leere deutsche Tor vollenden, weil Poss seinen Keeper vom Eis geholt hatte.

    Im Spitzenspiel der Gruppe B holte sich Titelverteidiger Kanada mit 3:1 über die USA am Donnerstag den Gruppensieg. (nz)

     
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