Ertl verpasst Bronze im Riesenslalom
Die Athletin vom SC Lenggries war nach dem ersten Durchgang noch Sechste gewesen und war mit ihrer Aufholjagd nur knapp gescheitert. «Bei einem Weltcup wäre das sicher ein sehr gutes Ergebnis gewesenen. Aber hier ist es etwas anderes. Jetzt muss ich hier raus.»
Gar nicht am Start war Janica Kostelic. Die Doppelweltmeisterin aus Kroatien musste aufgrund einer fiebrigen Grippe absagen, Mitfavoritin Tina Maze aus Slowenien schied ebenso im ersten Durchgang aus wie die Österreicherin Michaela Dorfmeister.
Ertl erlebte auf der anspruchsvollen Piste «Deborah Compagnoni», auf der sie vier Wochen zuvor im Weltcup nur Rang 42 im Riesenslalom belegt hatte, ein Deja Vu der unangenehmen Art. Olympia in Lillehammer 1994 (Abfahrt), dann Olympia in Nagano 1998 (Riesenslalom, Slalom): Dreimal schon war für sie nur «Blech» bei einem Großereignis übriggeblieben.
Diese Erfahrung aber spendete der Unglücklichen diesmal auch ein wenig Trost. «In Nagano war es noch schlimmer, da war ich innerhalb von 24 Stunden zweimal Vierte.» Doch auch diesmal war es schlimm genug. «Es wäre ein Traum gewesen, bei der letzten WM eine Medaille zu gewinnen, das war meine größte Chance», sagte die Weltmeisterin in der Kombination von 2001. Unbeeindruckt von vorübergehender Formkrise und einem «Brummschädel» griff Ertl dann auch so beherzt an, dass Cheftrainer Maier versicherte: «Was Martina gezeigt hat, war das Maximum.»
(nz)

