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Lupe Vogl gewinnt Weltcup-Slalom

Alois Vogl hat den alpinen Weltcup-Slalom in Wengen für sich entschieden. Der 32-Jährige sorgte damit seit über 14 Jahren für einen deutschen Triumph in dieser Disziplin.

Alois Vogl hat den Weltcup-Slalom der Herren im schweizerischen Wengen gewonnen und dabei den ersten Weltcupsieg seiner langen Karriere geschafft. Der 32-Jährige aus Zwiesel lag am Sonntag in 1:35,38 Minuten vor Weltmeister Ivica Kostelic (Kroatien/1:35,38) und Benjamin Raich (Österreich/1:35,84). Der Schnellste Giorgio Rocca (Italien) musste wegen eines Torfehlers disqualifiziert werden.

Allerdings stand der endgültige Jury- Entscheid noch aus. Felix Neureuther fädelte im 1. Durchgang ein und schied aus. Für den Deutschen Ski-Verband war es der erste Slalomsieg der Männer seit mehr als 14 Jahren. Als letzter gewann Peter Roth im August 1990 am Mt. Hutt in Neuseeland einen Weltcupslalom.

Vogl im siebten Himmel
Der Sieger fühlte sich wie im siebten Himmel. «Das ist die Erfüllung all meiner Träume», sagte Vogl sichtlich bewegt und wischte sich eine Träne aus den Augen: «Dieser Sieg, noch dazu bei einem Klassiker, ist das Höchste. Besser geht es nicht.» Schon mit seinem dritten Platz vor Weihnachten in Flachau hatte Vogl seine ansteigende Form bewiesen, ausgerechnet am 75. Geburtstag des Lauberhorn-Klassikers in Wengen setzte er sich nun die Krone auf.

Mit der drittbesten Zeit im 2. Lauf stürmte er auf der extrem eisigen Piste Jungfrau vom 4. auf den 1. Platz. Im Slalom-Weltcup schob er sich hinter Raich (330 Punkte) und Rocca (280) mit 204 Zählern schon auf den 3. Platz. Nach seinem Überraschungscoup blieb Vogl so ruhig, als sei nichts geschehen. «Ich habe mir heute nur eines vorgenommen: Zwei gute Läufe, so wie ich es kann», sagte er später und grinste sich eins: «Ich musste ja nur ein bisschen schneller fahren als in Flachau.»

Auch Cheftrainer Werner Margreiter konnte das unverhoffte deutsche Männer-Glück kaum fassen. «Nach dem Abfahrtssieg von Max Rauffer in Gröden habe ich gedacht, heute war Weihnachten, Ostern und Geburtstag zusammen. Aber das hier setzt allem die Krone auf», sagte der Österreicher. «Alois hat zwei sehr solide Läufe gezeigt, der zweite war nicht einmal perfekt. Wenn vor eineinhalb Jahren jemand gesagt hätte, wir gewinnen den Slalom-Klassiker in Wengen, hätte ich ihn für verrückt erklärt. Es ist unglaublich.» (nz)