12. Dez 2003 11:59, ergänzt 16:57
Ronny Ackermann hat den vierten Weltcup-Erfolg in Serie perfekt gemacht. Der nordische Kombinierer siegte in Val di Fiemme vor seinem Teamkollegen Sebastian Haseney.
Ronny Ackermann hat als erster deutscher Kombinierer vier Weltcups in Folge für sich entschieden. Der Weltmeister gewann im italienischen Val di Fiemme auch das vierte Saisonrennen mit 1:05,1 Minuten Vorsprung vor seinem Teamkollegen Sebastian Haseney (Zella-Mehlis). Dritter wurde der Österreicher Felix Gottwald (1:06, 4 Minuten zurück). Im Schatten des deutschen Erfolgsduos landete Thorsten Schmitt (Furtwangen) auf Platz 17. Ex-Weltmeister Marko Baacke (Ruhla) enttäuschte als 36. erneut, nachdem er wieder einmal ängstlich auf den viertletzten Platz gesprungen war.
Der Oberhofer Ackermann hatte schon nach dem Springen geführt und baute seinen Vorsprung im 15-Kilometer-Langlauf mit einer glänzenden Leistung sogar noch aus. «So ein Rekord bedeutet mir schon was. Das ist sehr, sehr gut für mich. Aber gefeiert wird nicht, weil noch ein schwieriger Massenstart-Wettkampf vor der Tür steht», sagte Ackermann dem Sportinformationsdienst.«Ich war beim Springen ziemlich müde und habe es diesmal über das Laufen gewonnen. Das Material war super und bei Sonnenenschein läuft schließlich jeder gern.» Der 26-Jährige hatte mit Sprüngen auf 99,5 und 96,5 Metern zwar erneut das Springen auf der Normalschanze gewonnen, nahm diesmal aber nur 28 Sekunden Vorsprung auf den stärker eingeschätzten Erzrivalen Felix Gottwald mit auf die selektive Strecke am Lavazzopass. «Diesmal reicht der Vorsprung für den Langlauf nicht», prognostizierte Weinbuch. Der Chefcoach behielt nicht recht, denn schon nach der Hälfte der Distanz hatte Ackermann seinen Vorsprung verdoppelt.
Im Gesamtweltcup führt der Titelverteidiger mit der Idealpunktzahl von 400 Zählern vor dem sechsplatzierten Finnen Hannu Manninen (260) und Haseney (226). Ackermann kassierte erneut 22.500 Euro an Prämien und baute sein Saisonkonto damit auf 90.000 Euro aus. Vier Siege in Serie zum Weltcup-Auftakt feierte bisher nur der Olympiasieger Kenji Ogiwara in der Saison 1993/94. (nz)