Skeleton in Winterberg:
Deutscher Doppelsieg zum Weltcupstart
28. Nov 2008 19:52
 |  Mit goldenem Helm zum Sieg: Anja Huber | Foto: AP |
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Beim Weltcup-Auftakt im Skeleton in Winterberg kamen die Sieger bei den Männern und Frauen aus Deutschland. Das Erfolgsrezept für Bundestrainer Raimund Bethge ist eine «neue Qualität im Umgang miteinander».
Weltmeisterin Anja Huber und Florian Grassl haben mit ihren Siegen im Skeleton-Weltcup einen optimalen Saisonauftakt gefeiert. Die Berchtesgadenerin gewann am Freitag in Winterberg in 1:57,72 Minuten. Den zweiten Platz belegte Lokalmatadorin Kerstin Szymkowiak von der RSG Hochsauerland, die nach zwei Läufen 2/100 Sekunden Rückstand auf die Siegerin hatte. Im ersten Durchgang stellte sie in 58,75 Sekunden einen Bahnrekord auf. Platz drei ging in 1:58,38 Minuten an die Kanadierin Mellisa Hollingsworth. Marion Trott aus Oberhof kam auf den siebten Rang.
Rommel als Dritter disqualifiziert
Bei den Männern verwies Florian Grassl aus Königssee in 1:54,13 Minuten den Russen Alexander Tretjakow nach zwei Läufen um 3/100 Sekunden auf Platz zwei. Auf Rang drei fuhr der Lette Martins Dukurs. Weltcupdebütant Sandro Stielicke aus Winterberg landete in 1:54,90 Minuten auf Platz sechs. Frank Rommel aus Zella-Mehlis, der im ersten Durchgang nach dem akustischen Startsignal startete und dabei die Rote Ampel übersah, wurde disqualifiziert. Unter Protest startend fuhr er zunächst auf Gesamtrang drei und wurde unmittelbar nach dem Wettkampf endgültig aus der Wertung genommen.
«Einen besseren Auftakt kann man sich nicht wünschen», meinte Cheftrainer Raimund Bethge und verwies zugleich auf die «neue Qualität im Umgang miteinander». So sieht es auch Kerstin Szymkowiak, die besser unter ihren Mädchennamen Jürgens bekannt ist: «Wir arbeiten jetzt besser zusammen. Zickerei bringt uns nicht weiter.» Für Huber ist der zwischenmenschlich verbesserte Umgang im Team ebenfalls erfolgsfördernd. «Gerade auch in den letzten elf Tagen in Lake Placid sind wir näher zusammengerückt und haben uns sowohl in der Materialfrage als auch in der Fahrlinie verbessert», sagte Huber, die mit einem goldenen Helm an den Start ging.
Bahnrekorde im Minutentakt
Bei den Männern fiel der Bahnrekord im Minutentakt. Im ersten Durchgang blieben allein 14 Athleten unter der alten Bestmarke des Letten Dukurs aus dem Jahre 2006. Der Russe Tretjakow schraubte den Rekord im ersten Lauf auf 56,88 Sekunden. «Vom ersten Platz bin ich etwas überrascht, doch das ist die Bestätigung der zuletzt gezeigten Trainingsleistungen», sagte Grassl.
Ergebnisse, Männer:
1. Florian Grassl (Königssee) 1:54,13 Min. (56,97/57,16 Sek.); 2. Alexander Tretjakow (Russland) 1:54,16 (56,88/57,28); 3. Martins Dukurs (Lettland) 1:54,42 (57,06/57,36); 4. Gregor Stähli (Schweiz) 1:54,62 (57,22/57,40); 5. Jeff Pain (Kanada) 1:54,84 (57,23/57,61); 6. Sandro Stielicke (Winterberg) 1:54,90 (57,18/ 57,72); Frank Rommel (Zella-Mehlis) disqualifiziert.
Gesamtwertung, Männer, nach 1 von 8 Wettbewerben:
1. Florian Grassl (Königssee) 225 Pkt.; 2. Alexander Tretjakow (Russland) 210; 3. Martins Dukurs (Lettland) 200; 4. Gregor Stähli (Schweiz) 192; 5. Jeff Pain (Kanada) 184; 6. Sandro Stielicke (Winterberg) 176.
Ergebnisse, Frauen:
1. Anja Huber (Berchtesgaden) 1:57,72 Min. (58,80/58,92 Sek.); 2. Kerstin Szymkowiak (Winterberg) 1:57,74 (58,75/58,99); 3. Mellisa Hollingsworth (Kanada) 1:58,38 (59,03/59,35); 4. Katie Uhlaender (USA) 1:58,60 (59,11/59,49); 5. Noelle Pikus-Pace (USA) 1:58,71 (59,23/59,48); 6. Amy Williams (Großbritannien) 1:58,93 (59,34/59,59); 7. Marion Trott (Oberhof) 1:58,99 (59,22/59,77).
Gesamtwertung, Frauen, nach 1 von 8 Wettbewerben:
1. Anja Huber (Berchtesgaden) 225 Pkt.; 2. Kerstin Szymkowiak (Winterberg) 210; 3. Mellisa Hollingsworth (Kanada) 200; 4. Katie Uhlaender (USA) 192; 5. Noelle Pikus-Pace (USA) 184; 6. Amy Williams (Großbritannien) 176; 7. Marion Trott (Oberhof) 168. (dpa)