Gerade das neue Familienglück macht den Vachendorfer gereifter. «Jetzt sieht man erstmal, was das Leben wert sein kann. Es ist unheimlich schön, wenn du nach Hause kommst und es wartet jemand auf dich. Du nutzt die Zeit viel intensiver, machst nichts Sinnloses mehr. Von der Verantwortung, die man plötzlich hat, mal ganz abgesehen.»Dennoch ist der Sport für den Oberfeldwebel der Bundeswehr nicht zur Nebensache geworden. «Ich möchte schon wieder eine Rolle vorn spielen. Die Saison dürfte leichter sein. Ich bin jetzt der Angreifer, andere, wie Lukas Bauer, die Gejagten. Wenn ich das Gefühl wieder habe, dass ich konstant bin, werde ich auch vorn dabei sein», sagt Angerer kämpferisch.
Was er damit meint, bekam die Konkurrenz bereits bei einem Testwettkampf über 15 km klassisch vor einer Woche im finnischen Muonio zu spüren. Da gewann Angerer und distanzierte dabei die bis auf Norwegen und Schweden komplett versammelte Weltspitze zum Teil deutlich. «Dieser Sieg war wichtig für das Selbstbewusstsein. Ich bin in jedem Fall zum jetzigen Zeitpunkt weiter als im vergangenen Jahr.» (dpa)