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Nur Remis gegen St. Petersburg: 

Wieder kein Bayern-Sieg im Uefa-Pokal

24. Apr 2008 22:38, ergänzt 25. Apr 2008 12:10
Franck Ribéry (r.) im Duell mit Igor Denisow
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Das Hinspiel gegen Zenit St. Petersburg verlief für den FC Bayern wie die erste Partie gegen Getafe. Die Münchner begannen stark, dann überließen sie dem Gegner die Initiative und müssen es nun auswärts richten.

Der FC Bayern München hat es im Uefa-Pokal erneut verpasst, sich im Hinspiel vor eigenem Publikum eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel zu erarbeiten. Wie schon im Viertelfinale gegen den FC Getafe kam der Tabellenführer der Bundesliga in der Runde der letzten Vier gegen Zenit St. Petersburg nicht über ein 1:1 (1:0)-Unentschieden hinaus. Nach den Treffern von Franck Ribéry per Foulelfmeter (18.) und Lucio, der den Ball ins eigene Tor köpfte (60.), müssen die Münchner nun am kommenden Donnerstag in St. Petersburg mindestens zwei Tore erzielen, um das Finale am 14. Mai zu erreichen. Dort wartet dann entweder der AC Florenz oder die Glasgow Rangers. Das Hinspiel in Glasgow endete ebenfalls am Donnerstagabend in mit einem torlosen Remis.

Ribéry trifft erst im Nachschuss

Im Vergleich zum Pokalfinale am vergangenen Samstag hatte Ottmar Hitzfeld sein Team auf zwei Positionen verändert. Zum einen spielte Lukas Podolski für den gelbgesperrten Luca Toni an der Seite von Miroslav Klose, dessen Einsatz bis wenige Stunden vor dem Anpfiff auf der Kippe stand. Zum anderen rückte Marcell Jansen für Christian Lell in die Startelf, Philipp Lahm wechselte daher in der Viererkette auf die rechte Seite.

Von der ersten Spielminute an dominierte der frischgebackene deutsche Pokalsieger in der ausverkauften Allianz Arena die Partie. Vor allem Bastian Schweinsteiger leitete immer wieder gefährliche Angriffe ein. Die Führung der Bayern war daher verdient, wenngleich das Zustandekommen etwas glücklich war. Nach einem Foul von Fernando Ricksen an Zé Roberto pfiff Schiedsrichter Lubos Michel völlig zurecht Elfmeter. Den verwandelte Ribéry allerdings erst im Nachschuss, nachdem Zenit-Keeper Vyacheslav Malafeev den ersten Versuch des Franzosen noch hatte abwehren können (18.). Auch in der Folge agierten die Münchner druckvoll und spieltstark. Das einzige Manko der ersten Hälfte war die mangelnde Chancenauswertung – Tonis Fehlen machte sich deutlich bemerkbar.

Zenit dreht das Spiel

Von St. Petersburg war gar nichts zu sehen. Die schnellen Offensivspieler der Gäste, die Bayer Leverkusen im Viertelfinale noch den Zahn gezogen hatten, kamen gegen die sehr aufmerksame Bayern-Deckung um Martin Demichelis überhaupt nicht zum Zuge. Es dauerte bis zur 23. Minute, bis Torhüter Oliver Kahn bei einem Schuss von Konstantin Zyryanov zum ersten Mal geprüft wurde. Nach einer halben Stunde erarbeiteten sich die Russen dann immer mehr Spielanteile, in große Verlegenheit brachten sie die Hausherren bis auf einem Kopfball von Ivica Krizanac (45.) jedoch nicht.

Nach dem Seitenwechsel verlagerte sich das Spielgeschehen immer mehr in die Hälfte der Bayern. Zwar hatten Schweinsteiger (49.) und Podolski (59.) gute Möglichkeiten, die Führung auszubauen, insgesamt aber bestimmten nun die Russen das Spiel. Viktor Faizulin verfehlte den Kasten zunächst noch knapp (52.). Dann schlug der Mittelfeldspieler eine scharfe Flanke nach innen, Lucio lenkte die Kugel per Kopf ins eigene Tor und die Gäste bejubelten den so wichtigen Auswärtstreffer. Zu diesem Zeitpunkt laborierte Oliver Kahn bereits an einer Leistenzerrung, kurz darauf musste Michael Rensing den Platz zwischen den Pfosten einnehmen (67.)

Podolski trifft das Tor nicht

Das Gegentor brachte die Hitzfeld-Elf endgültig aus dem Konzept. Fast 20 Minuten vergingen, bis ein Distanzschuss von Pechvogel Lucio wieder für Torgefahr sorgte (79.). Die Russen hingegen witterten die Chance, die Partie endgültig für sich zu entscheiden. Die beste Gelegenheit dazu hatte erneut Faizulin, dessen Schuss von Zé Roberto auf der Linie geklärt wurde (83.). In den letzten Minuten drängte der FCB dann noch einmal mit Wucht auf den Sieg. Podolski fehlte in der Nachspielzeit nur Zentimeter zum Glück, als er aus zehn Metern am Kasten vorbei zielte. Am Ende blieb es beim enttäuschenden Unentschieden. Die guten Nachricht für das Rückspiel: Bei Zenit sind mit Arschawin und Sirl zwei wichtige Spieler gelbgesperrt.

Die Fakten des Spiels:

Bayern München: Kahn (67. Rensing) - Lahm (80. Kroos), Lucio, Demichelis, Jansen - Schweinsteiger (66. Lell), van Bommel, Zé Roberto, Ribéry - Klose, Podolski

Zenit St. Petersburg: Malafejew - Ricksen, Schirokow, Krizanac, Sirl - Denisow, Timoschtschuk, Syrijanow - Faysulin, Arschawin, Pogrebnjak

Schiedsrichter: Lubos Michel (Slowakei)

Zuschauer: 66.000 (ausverkauft)

Tore: 1:0 Ribéry (18./Foulelfmeter/Nachschuss), 1:1 Lucio (60./Eigentor)

Gelbe Karten: - / Arschawin, Sirl, Ricksen (alle im Rückspiel gesperrt), Faisulin

(nz)

 
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