Bereits in der 4. Minute hatte Bulykin eine hundertprozentige Chance vergeben, als er Zenit-Keeper Wjatscheslaw Malafejew aus bester Position anschoss, anstatt den Ball über ihn zu schlenzen. Die Werkself unterband den Spielfluss des ohnehin nicht meisterlich agierenden russischen Champions immer wieder und zog eigene Kombinationen auf. Die Halbzeit-Führung war verdient, die Petersburger blieben bis auf einige Blitz-Antritte ihres schnellsten Stürmers und Hinspiel-Torschützen Andrej Arschawin harmlos.Zenit reichte im 50. Europapokalspiel seiner Vereinsgeschichte eine mittelmäßige Leistung für den Einzug ins Halbfinale. Erst nach der Halbzeit konnte sich die Mannschaft von Trainer Dick Advocaat steigern, aber ihre Fans kaum überzeugen. Allerdings hatte Adler Glück, als Igor Denisow nur den Außenpfosten traf (68.).
Vor drei Jahren hatte der Hauptstadt-Rivale ZSKA Moskau den Uefa-Pokal erobert, die Kicker aus der Millionen-Metropole St. Petersburg haben durchaus das Potenzial, den Cup wieder nach Russland zu holen. In der Runde der besten 32 Teams wurde der FC Villarreal ausgeschaltet, im Achtelfinale mit Olympipique Marseille ein weiterer europäischer Spitzenklub.
Zenit St. Petersburg - Bayer Leverkusen 0:1 (0:1)
Zenit St. Petersburg: Malafejew - Anjukow, Schirokow, Krizanac, Sirl - Denisow, Tymoschuk, Zyrijanow - Arschawin, Faysulin (87. Radimow) - Pogrebnjak
Bayer Leverkusen: Adler - Castro, Callsen-Bracker, Haggui, Sarpei - Sinkiewicz, Schwegler (59. Rolfes) - Freier (68. Kießling), Schneider, Dum (75. Gekas) - Bulykin
Schiedsrichter: Gonzalez (Spanien), Zuschauer: 21 000
Tore: 0:1 Bulykin (18.)
Besonderes Vorkommnis: Tymoschuk (Zenit St. Petersburg) scheitert mit Foulelfmeter an Adler (85.)
Gelbe Karten: - / Sinkiewicz, Freier, Castro (dpa)