30.06.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Jan Ullrich
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
«Wir brauchen eine wirksame Anti-Doping-Strategie», fordert SPD-Sportpolitiker Danckert. In der Netzeitung spricht er sich dafür aus, dass sich dabei auch die Sponsoren und Fernsehsender finanziell beteiligen.
In der Doping-Affäre um den Radrennsportler Jan Ullrich hat der SPD-Sportpolitiker Peter Danckert ein größere Beteiligung der Sponsoren und Fernsehsender gefordert. «Die Sponsoren - wie zum Beispiel die Telekom - müssen sich stärker einbringen», sagte der Vorsitzende des Sportausschusses im deutschen Bundestag der Netzeitung. «Gut wäre es, wenn ein Prozent des gesamten Sponsorengeldes direkt in den Kampf gegen Doping fließt.»
«Auch die Fernsehsender, die Millionen für die Übertragungen von Sportereignissen ausgeben, sollten sich beteiligen», sagte Danckert weiter. ARD und ZDF trügen eine Mitverantwortung. Der Sport müsse «sauber werden», sagte der Sport-Politiker und forderte eine «eine wirksame Anti-Doping-Strategie».
Ullrich startet nicht bei der TourDer Radrennstall T-Mobile hatte zuvor bekannt gegeben, die beiden Profis Jan Ullrich und den Spanier Oscar Sevilla vom Team auszuschließen. Sie werden demnach nicht am Samstag bei der Tour de France starten.
Außerdem wurde auch Betreuer Rudy Pevenage suspendiert. Hintergrund sind Doping-Vorwürfe gegen die Sportler. «Auf Grund von Unterlagen, die wir von der Tour-Direktion erhalten haben, halten wir es für unmöglich, mit diesen Dreien weiterzuarbeiten«, hieß es in einer offiziellen Stellungnahme.
Bisher nur «weiße Salbe»Den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) forderte SPD-Politiker Danckert auf, «sich härter als bisher für ein Anti-Doping-Regime einzusetzen». Was bisher unternommen worden sei, «war doch nur weiße Salbe», kritisierte er. «Ich bin tief betrübt über die Ereignisse dieses Wochenende wird in die Sportgeschichte eingehen.»
Für Danckert sind die Doping-Vorwürfe eine «Bestätigung für meine harte Haltung». Es müsse mehr «Prävention» und «mehr Möglichkeiten» im Kampf gegen Doping geben, betonte er. «Momentan laufen wir der rasanten Entwicklung im Doping nur hinterher.»