15. Mrz 2008 11:42
Tommy Haas hat sich von den schwierigen Bedingungen beim Tennis-Turnier in Indian Wells nicht aus der Ruhe bringen lassen. In der nächsten Runde trifft er nun auf einen amerikanischen Top-Spieler.
Das Kräfteverhältnis änderte sich jedoch ab dem zweiten Durchgang. Von da an wirbelte Haas die Nummer 57 der Tennis-Weltrangliste regelrecht durcheinander. «Ich habe gleich ein Break geschafft und das hat mir Selbstvertrauen gegeben, so dass ich mich schon früh im dritten Satz gesehen habe. Dort konnte ich dann auch viele spektakuläre Ballwechsel für mich entscheiden», meinte der Rechtshänder, der nach 100 Minuten seinen ersten Matchball zum Sieg nutzte. Erfreulich war für ihn neben dem Erfolg auch, dass seine Ende November operierte Schulter keine Probleme bereitete: «Das ist ja immer so eine Berg- und Talfahrt, aber heute war ich sehr zufrieden mit der Schulter.»In der zweiten Runde des mit 3,589 Millionen Dollar dotierten Hartplatz-Turniers trifft er auf den an Nummer sechs gesetzten Andy Roddick, der in der vergangenen Woche die hochkarätig besetzte Veranstaltung in Dubai gewann. «Es ist leider das Problem, wenn du ein paar Punkte in der Weltrangliste verlierst, fällst du aus den ersten 32 Plätzen raus, bist somit halt nicht gesetzt und kannst deshalb dann gleich so ein Hammerlos wie Andy Roddick bekommen», sagte Haas. Er freue sich dennoch auf das Duell mit dem Amerikaner. Aus gutem Grund: Denn vor knapp einem Jahr hatte er das bislang letzte Aufeinandertreffen gewonnen und Roddick im Finale von Memphis mit 6:3, 6:2 besiegt.
Für Florian Mayer und Michael Berrer war das Turnier hingegen ebenso nach der ersten Runde beendet, wie tags zuvor bereits für Nicolas Kiefer, Benjamin Becker und Rainer Schüttler. Mayer verlor gegen den US-Amerikaner Mardy Fish nach 95 Minuten mit 5:7, 4:6. Dabei hatte der 24-Jährige im ersten Satz bereits mit 5:2 geführt und auch im zweiten Durchgang mit 3:1 vorn gelegen. Der 27-jährige Berrer unterlag dem Südafrikaner Rik de Voest mit 6:7 (4:7), 5:7. Der Stuttgarter hatte nach knapp verlorenem ersten Satz vor allem im zweiten Durchgang seine Chance, vergab aber gegen die Nummer 135 der Tennis-Weltrangliste bei einer 5:4-Führung einen Satzball. Anschließend verlor der Deutsche seinen Aufschlag und de Voest nutzte schließlich nach 1:45 Stunden seinen dritten Matchball zum Einzug in die nächste Runde. (dpa)