Dreieinhalb Jahre nach seiner letzten Erstrunden-Niederlage in Cincinnati gegen den Slowaken Dominik Hrbaty muss sich Federer fragen, wie lange es noch gut gehen kann, ohne Trainer durch die Tennis-Lande zu ziehen. Im Mai vorigen Jahres hatte er sich von Tony Roche getrennt und seither das für ihn Richtige allein entschieden. Die Hoffnung auf bessere Zeiten beim nächste Woche in Indian Wells beginnenden Masters-Turnier teilt Federer mit Thomas Haas, der seine Schulterverletzung noch nicht restlos überwunden hat. Der Davis Cup gegen Spanien in Bremen (11. bis 13. April) kommt für den 29-Jährigen offenbar zu früh. Überdies scheut der gebürtige Hamburger die Gefahr, sich in der Viertelfinalpartie wie in Moskau blamieren zu können.
Sollte Haas Teamchef Patrik Kühnen absagen, könnte das die Comeback-Chancen von Nicolas Kiefer erhöhen. In Las Vegas jedenfalls hat der 30-Jährige einen möglichen Konkurrenten bereits in die Schranken verwiesen, als er den Mettlacher Benjamin Becker in Runde eins mit 6:4, 6:3 ausschaltete. «Ich habe an den Sieg geglaubt und mich in das Match hineingefightet. Über das Spielerische decken wir den Mantel des Schweigens», sagte der Hannoveraner. Sein nächster Gegner ist am Mittwoch im ersten Vergleich der Amerikaner Sam Querrey, die Nummer 66 der Tennis-Welt. (Andreas Bellinger, dpa)