Davis Cup:
Nadal warnt vor den Deutschen
14. Feb 2008 16:13
 |  Kraftprotz von Mallorca: Rafael Nadal | Foto: AP |
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«Der Gastgeber hat immer einen Vorteil», ist sich Spaniens Tennisstar Rafael Nadal vor dem Duell gegen Deutschland sicher. Außerdem hat «Rafa» Lust sein «Land zu verteidigen».
Der Spanier Rafael Nadal hat reichlich Respekt vor der deutschen Tennis-Nationalmannschaft. Zwei Monate vor dem Davis Cup-Viertelfinale, das vom 11. bis 13. April in Bremen stattfinden wird, sagte der Mallorquiner am Donnerstag in einem Interview mit der Deutschen Presse-Agentur dpa: «Man ist nie Favorit, wenn man als Gast spielt.» Dabei sei es «egal, ob Thomas Haas oder jemand anderes spielt».
Teppichboden oder Hartplatz
Eine entscheidende Rolle spiele der Belag, den der Gastgeber für die rund 9300 Zuschauer fassende Stadthalle in Bremen auswählen darf. Ob in der Hansestadt auf einem Teppichboden oder einem Hartplatz gespielt wird, hat der deutsche Team-Kapitän Patrik Kühnen noch nicht entschieden. Als sicher darf aber gelten, dass nicht wieder - wie gegen Südkorea - auf Sand gespielt wird. Denn Asche ist der Parade-Belag der Iberer - nicht nur der des dreimaligen French Open-Siegers Nadal.
«Der Gastgeber hat immer einen Vorteil», meinte der 21 Jahre alte Linkshänder, der bei den Australian Open im Halbfinale am Franzosen Jo-Wilfried Tsonga ausgeschieden war. «Er hat das Publikum hinter sich, sucht die Bälle aus und alles, was sie begünstigt. Für uns sind es alles Fragezeichen.»
«Das deutsche Team ist konkurrenzfähig»
Selbst wenn der zuletzt fehlende Haas wieder nicht spielen könne, sei dies nicht unbedingt der Schlüssel zum Erfolg. «Umso besser», sagte Nadal zwar, um sogleich einzuschränken: «Aber sie haben einen Florian Mayer, der sehr gut spielt, und einen Philipp Kohlschreiber, der im Moment sehr gut spielt. Ich weiß nicht, ob Nicolas Kiefer spielt. Aber das deutsche Team ist so konkurrenzfähig, dass man nicht von Favoriten sprechen kann.»
Er selbst scheint sich sicher zu sein, in Bremen wieder in die spanische Auswahl zurückzukehren. «Mir gefällt die Idee, den Davis Cup nochmals zu spielen und zu spüren; seit eineinhalb Jahren spiele ich dieses Turnier nicht», erklärte das Muskelpaket, das zuletzt im September 2006 in der Relegation gegen Italien drei Punkte zum 4:1-Sieg beisteuerte. «Ich freue mich, wieder das Gefühl zu haben, mein Land zu verteidigen.» (dpa)