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Auch Clement bekam unmoralisches Angebot

30. Okt 2007 13:44, ergänzt 14:32
Arnaud Clement
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Dem französischen Tennis-Profi Arnaud Clement wurde Geld für eine Niederlage geboten. Dieses neuerliche Geständnis heizt die Diskussion um die Manipulationsvorwürfe im Tennis weiter an.

Die Enthüllungen um vermeintliche Wettmanipulationen auf der Tennistour reißen nicht ab: Nach der Offenbarung des Briten Andy Murry, auf der Tour «weiß jeder», dass es Korruption gibt, hat nun auch Arnaud Clement zugegeben, ein finanzielles Angebot für eine absichtliche Niederlage bekommen zu haben. Der französische Profi erklärte nach seiner Erstrunden-Niederlage beim Masters-Series- Turnier in Paris, er habe «nicht eine Sekunde gezögert und das Angebot abgelehnt». Der Australian-Open-Finalist von 2001 wollte allerdings nicht weiter auf den Zwischenfall eingehen, weil er Konsequenzen befürchtet. «Es ist mir passiert, aber ich sage nicht, wo und unter welchen Umständen», sagte der 29 Jahre alte Clement, «so ein Angebot anzunehmen würde bedeuten, man betrügt den Sport.»

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Clements Aussage passt zu den jüngsten Meldungen, nach denen Wettbetrüger auch bei den Grand Slam-Turnieren Manipulationsversuche unternommen haben sollen. «Wir sehen dies als ernsthaftes Problem an», bestätigte Christian Bimes, der Präsident des französischen Tennisverbandes, «wir müssen sofort handeln und genauso hart durchgreifen wie beim Doping.» Vertreter der Spielergewerkschaften ATP und WTA, des Weltverbandes ITF und der Organisatoren der Grand- Slam-Turniere haben sich bereits zusammengesetzt und denken sogar über die Gründung einer Kommission zur Bekämpfung von Korruption und Wettbetrug nach.

Tennisverbände planen Kommission

Bei der Veranstaltung in Paris beobachtet der französische Wettanbieter Francais des Jeux (FdJ) erstmals ganz besonders intensiv die Wettaktivitäten und überwacht Wettmuster von vier nationalen Lottogesellschaften aus Schweden, Dänemark, Slowenien und der Schweiz. «Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Top-10-Spieler so ein Angebot annimmt, aber es ist auch schwer vorstellbar, dass Menschen zu Turnieren gehen und solche Angebote überhaupt machen», meinte Clement, der einräumte, dass Spieler in finanziellen Schwierigkeiten durchaus anfällig sein könnten für verbotene, finanzielle Verlockungen.

Beim ATP-Turnier im August im polnischen Sopot waren bei einem britischen Wettanbieter auf den Ausgang der Partie zwischen dem Russen Nikolaj Dawidenko und dem Argentinier Martin Vassallo Arguello auffällig hohe Summen gesetzt worden. Dawidenko, der das Spiel vorzeitig aufgegeben hatte, wies jegliche Manipulations- Verdächtigungen von sich und beteuerte stets seine Unschuld. Beim Turnier in der vergangenen Woche in St. Petersburg wurde er von der Spielervereinigung ATP wegen mangelnden Engagements in seiner Begegnung gegen den Kroaten Maric Cilic mit einer Geldstrafe von 2000 Dollar belegt. (Judith Elian, dpa)

 
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